Halbinsel Krim: Schwere Explosion in einem Wohnhaus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Halbinsel Krim Schwere Explosion in einem Wohnhaus

Schwere Explosion in einem fünfstöckigen Wohnhaus auf der ukrainischen Halbinsel Krim: Mindestens 19 Menschen kamen bei der Detonation ums Leben. Im Keller waren widerrechtlich Flaschen mit Sauerstoff und Acetylen gelagert. Rettungskräfte und Bewohner suchen mit bloßen Händen nach Überlebenden.
1 / 7

Präsident Wiktor Juschtschenko und Regierungschefin Julija Timoschenko, die sich in den vergangenen Monaten einen erbitterten Machtkampf geliefert hatten, besuchten gemeinsam den Unglücksort am Schwarzen Meer: In einer seltenen Geste der Eintracht waren sie sogar im selben Fahrzeug nach Jewpatoria gekommen, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen.

Foto: AFP
2 / 7

Reporterandrang: Juschtschenko sprach von einem "schrecklichen, nicht wieder gutzumachenden Verlust" für die Angehörigen der Opfer und erklärte den Freitag zum nationalen Trauertag. Der russische Präsident Dmitri Medwedew übermittelte sein Beileid und bot Katastrophenhilfe durch die Schwarzmeerflotte an.

Foto: AFP
3 / 7

Die Brandruine am Donnerstag: Mindestens zehn Menschen werden noch immer vermisst, nachdem das Gebäude in Jewpatoria am Schwarzen Meer vermutlich nach der Detonation von Gasbehältern im Keller zusammengestürzt war. Nach Angaben eines Behördensprechers konnten 21 Menschen gerettet werden.

Foto: AP
4 / 7

Aus dem Leben gerissen: Nach Angaben von Rettungshelfern am Unglücksort starben mindestens 19 Menschen. Ein Sprecher der regionalen Katastrophenschutzbehörde bestätigte zunächst nur den Tod von 18 Menschen, darunter zwei Kinder.

Foto: REUTERS
5 / 7

Nächtliche Suche nach Überlebenden: Ursache des Unglücks war nach Angaben von Regierungschefin Timoschenko vermutlich die Explosion von mit Sauerstoff oder Azetylen gefüllten Flaschen, die widerrechtlich im Keller des Hauses gelagert worden seien. Die genaue Ursache könne erst festgestellt werden, wenn die Rettungskräfte in die betreffenden Räume vorgedrungen seien, sagte Timoschenko.

Foto: DPA
6 / 7

Die Helfer arbeiteten sich nach ihren Angaben zum Teil mit bloßen Händen durch die Trümmer, um mögliche Verschüttete nicht mit schwerem Räumgerät zu verletzen.

Foto: AFP
7 / 7

Die Unglücksstelle bei Tageslicht: Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums waren rund 300 Rettungskräfte im Einsatz. Die Helfer legten regelmäßig Pausen ein, um keinen Lärm zu verursachen und so mögliche Lebenszeichen unter den Trümmern wahrnehmen zu können. Das Wohnhaus mit insgesamt 35 Wohneinheiten wurde 1965 errichtet.

Foto: AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?