Hambacher Forst Protest im Wald
Teilnehmer der Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forsts.
"Irrweg Braunkohle steht auf einem Plakat."
Geplant war die Aktion ursprünglich als Waldspaziergang durch den Forst. Das wurde allerdings untersagt.
"Stay Forest Stay", haben Teilnehmer auf ein Plakat geschrieben. Der Wald soll bleiben.
Vor mehr als einer Woche hatten die Behörden begonnen, die im Wald von Aktivisten besetzten Baumhäuser zu räumen. Sie gelten als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung.
Aktivisten errichten eine Barrikade.
Nach dem Unfalltod eines Journalisten am Mittwoch wurde die Räumung des Waldes bis auf Weiteres unterbrochen. Bei "Maybrit Illner" kündigte RWE-Chef Schmitz vor wenigen Tagen allerdings an, die Rodung grundsätzlich fortsetzen zu wollen.
Polizeieinsatz im Hambacher Forst
"Diese Wirtschaft tötet", steht auf einer Plane. Der Energiekonzern RWE will Mitte Oktober mit der Rodung eines weiteren Teils des Hambacher Forsts beginnen, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau Hambach zu erweitern.
Am Samstag war bekannt geworden, dass sich fünf Mitglieder der Bundesregierung im Juli und August mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz getroffen hatten, um über den Streit zu sprechen. Offenbar konnte man sich dabei aber nicht darauf einigen, die Rodung zu verschieben, bis die Kohlekommission entschieden hat, wie der Kohleausstieg umgesetzt werden soll.
Ein Teilnehmer der Demonstration spielte auf einem Klavier.
"Stoppt Braunkohle", fordert dieser Demonstrant.
Blumen an der Stelle, an der ein Journalist starb.
Der Veranstalter meldete rund 7000 Teilnehmer. Reporter der Nachrichtenagentur DPA berichteten von 3000 bis 4000 Teilnehmern. Die Polizei wollte sich nicht festlegen.
Ursprünglich hatte der Veranstalter mit rund 5000 Teilnehmern gerechnet.
Eine Aktivistin pflanzt symbolisch einen neuen Baum.
Demonstranten im Wiesencamp am Wald.