Hamburg-Billwerder: Streit um Integration - DER SPIEGEL
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Hamburg-Billwerder Die Flüchtlingsstadt am Gleisdreieck

In Hamburg steht die bundesweit größte Folgeunterkunft für Flüchtlinge. Beteiligte zeigen sich zufrieden - doch das Vorzeigeprojekt hat ein Verfallsdatum.
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Das Flüchtlingsheim am Gleisdreieck im Hamburger Stadtteil Billwerder ist die größte Folgeunterkunft für Asylsuchende in Deutschland - derzeit leben dort etwa 2500 Migranten.

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Bereichsleiterin Christiana Kant und Teamleiter Sandro Pinto gehören zu denjenigen, die den Alltag auf dem Gelände gestalten. Sie wünschen sich, dass die Migranten noch länger dort wohnen bleiben dürfen.

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Ein Vertrag zwischen der Stadt und einer Bürgerinitiative sieht jedoch vor, dass bereits im kommenden Jahr 2200 der 2500 Zuwanderer ausgezogen sind.

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Die Initiative hatte argumentiert, dass die Unterkunft, die 2016 neben einem Kleingartenverein und einem Naturschutzgebiet entstand, die Integration nicht fördere.

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"Politiker haften mit ihrem Gewissen": Einige Anwohner hatten anfangs gegen das Bauprojekt protestiert, inzwischen haben sich die allermeisten mit dem Neubauviertel arrangiert.

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Blick ins Grüne: Die meisten Wohnungen auf dem Gelände sollen in den kommenden Monaten schrittweise auf dem freien Wohnungsmarkt vermietet werden.

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Die Anbindung an die Innenstadt ist dank eines nahen S-Bahnhofs gut, die Infrastruktur vor Ort hingegen überschaubar. Supermärkte, Cafés, Kinos - all das gibt es im Umfeld der Unterkunft nicht.

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Wo die vielen Migranten, die derzeit noch am Gleisdreieck leben, künftig wohnen, ist bislang unklar. Vermutlich werden sie auf andere Folgeunterkünfte umverteilt.

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Hani Zeada hadert damit, schon wieder umziehen zu sollen. Der 26-jährige Musiklehrer kam vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland, er möchte hier studieren.

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Auf dem Gelände gibt es mehrere Spielplätze und Kitas. Alleinstehende wohnen in WG-Einzelzimmern, es gibt Wohngemeinschaften nur für Azubis und Frauen.

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