Hamburg Klebriger Burgwall
Freigelegte Wallkonstruktion: Die Ausgrabung befindet sich im Zentrum Hamburgs neben der Nikolaikirche. Das Hamburger Rathaus liegt ganz in der Nähe.
Hamburg im 11. Jahrundert: Der nun freigelegte Wall gehörte zur Neuen Burg. Über die Alsterfurt verlief der braun gezeichnete Ochsenweg, die wichtigste Handelstraße vom Heimatland der Wikinger im Norden zu den Märkten des Südens. Wer hier eine Burg platzierte, konnte den Handelsweg kontrollieren - und reichlich Gelder kassieren.
Holzkonstruktion: Die Stämme lagen unter Wasser, weshalb sie gut erhalten blieben und man ihr Alter sehr gut anhand der Jahresringe bestimmen konnte. Es liegt bei knapp tausend Jahren.
Das ebenfalls freigelegte Fundament vom Neubau der Hauptkirche St. Nikolai stammt aus dem 13. Jahrhundert.
Blick auf das Grabungsareal von der Nikolaikirche: "Und nun stellen sie sich mal vor, sie müssten einen Wall hochklettern, der mit diesem Zeugs bestrichen ist", sagt der Hamburger Archäologe Kay Suchowa.
Die Fundemente der Nikolaikirche befinden sich teils genau über dem Rand der Neuen Burg aus dem 11. Jahrhundert.
Die historische Aufnahme zeigt die Bebauung des Hopfenmarkts im 19. Jahrhundert. Die aktuelle Ausgrabung befindet sich genau hier.
Grabungsteam: Die Stämme seien so gut erhalten, als habe man sie erst kürzlich gefällt, sagt der Hamburger Archäologe Kay Suchowa.
Alte Postkarte vom Hamburger Hopfenmarkt: Eine Burg hatte es unweit des Rathauses schon vorher gegeben: die Hammaburg, etwas weiter westlich auf einem Geestsporn gelegen. Unterm Hopfenmarkt lag einst die später gebaute Neue Burg.
Historisches Bild der Nikolaikirche: Der heutige Straßenbelag liegt gut einen halben Meter über dem einstigen Kirchenboden.