Hamburg: Schädel im UKE entdeckt - Herkunft unklar - DER SPIEGEL
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Schädelfund im UKE Die Knochen des Herrn Fabian

Menschliche Schädel, Kieferknochen, Zähne: Im Hamburger Uniklinikum sind sterbliche Überreste aufgetaucht - von unbekannten Toten. Die Aufklärung ist mühsam.
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Das Medizinhistorische Museum in Hamburg: Im Keller des Instituts lagern unter anderem Dutzende menschliche Schädel und weitere Knochenteile, die einst der Zahnarzt und Universitätsprofessor Heinrich Fabian gesammelt hatte.

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Fabian hatte unter anderem ein Faible für vergleichende Zoologie, dafür hortete er Hunderte Schädel verschiedener Tierarten. Dieser Thunfischkopf ist in dem Museum ausgestellt.

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Philipp Osten, Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Hamburger Universitätsklinikum, will solche Funde untersuchen lassen - eine heikle Angelegenheit.

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Vor Kurzem hatte Osten dieses Inventarbuch der Öffentlichkeit präsentiert. Es beinhaltet die Auflistung einer Sammlung des Psychiaters Wilhelm Weygandt, der zwischen 1905 und 1934 fast 1200 sterbliche Überreste von Menschen und Tieren angehäuft hatte.

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Zu der Sammlung gehörten laut Inventarbuch auch Schädel von verstorbenen Herero. Die deutschen Kolonialtruppen hatten dieses westafrikanische Volk Anfang des 20. Jahrhunderts nahezu ausgerottet.

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Einige dieser auch politisch heiklen Fundstücke lagern nun in Hamburg. Medizinhistoriker Osten zufolge soll etwa der "Herero-Schädel" ins heutige Namibia zurückgebracht werden.

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Ostens Job ist nicht ganz einfach: Bei jedem Fund sterblicher Überreste ist zu entscheiden, wie lange und intensiv die sogenannten Human Remains untersucht werden, bevor sie bestattet werden.

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Im Fall von sterblichen Überresten eines Herero etwa mag es kaum noch direkte Angehörige geben - aber bei Knochen von Psychiatriepatienten oder Obdachlosen aus Deutschland könnte das durchaus der Fall sein.

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