Hamburger Hafencity Stadtteil der Reichen
Spektakuläre Architektur zu spektakulären Preisen: Nirgendwo zahlen die Hamburger pro Quadratmeter so viel wie in der Hafencity.
Im Jahr 1997 verkündete der SPD-Bürgermeister Voscherau die Umwidmung des ehemaligen Freihafen-Gebiets zu einem neuen Wohn- und Bürostadtteil.
Alles andere als eine Geldquelle: Die Studie des Zukunftsrat Hamburg schätzt, dass die Infrastrukturkosten und der Bau der Elbphilharmonie (rechts) ein Loch von 600 Millionen Euro in den Hamburger Haushalt reißen werden.
Das fast fertiggestellte Quartier Strandtorkai/Dalmannkai: Laut der Studie des Zukunftsrat Hamburg "insgesamt ein Reichenviertel".
Mehr als doppelt soviel Wohnfläche pro Bewohner im Vergleich zur restlichen Stadt: Werbeillustration für exklusive Wohnung im "Marco Polo Tower" in der westlichen Hafencity.
Das im Bau befindliche Überseequartier in der Hamburger Hafencity (Illustration): Weil der Investor nicht genügend Mieter gefunden hat, muss die Stadt einspringen und Flächen anmieten.
Der Lohsepark im Überseequartier (Illustration): Die Hafencity GmbH bewirbt ihn als "Central Park" des neuen Stadtteils an, die Zukunftsrat-Studie bemängelt die "Diskrepanz zwischen Werbeauftritt und Realität."
Blick auf den Sandtorkai der Hafencity Hamburg: Der Retortenstadtteil sei "nicht das strahlende Markenprojekt für vollkommene Nachhaltigkeit", urteilt die Studie.