Hamburger SV Ho-Ho-Hollerbach!
Im Jahr 2004 hat Bernd Hollerbach seine Karriere als Spieler beendet, jetzt kehrt er als Trainer nach Hamburg zurück. Er übernimmt den Klub mit nur 15 Punkten aus 19 Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Dass Hollerbach aus sehr wenig sehr viel machen kann, bewies er bei seiner vergangenen Cheftrainerstation. 2014 übernahm er seinen Heimatverein Würzburger Kickers und führte ihn von der Regionalliga direkt in die Zweite Bundesliga.
Hollerbachs letztes Spiel bei den Würzburger Kickers im Mai 2017: Nach einer starken Hinrunde, die den Aufsteiger zwischenzeitlich sogar auf den sechsten Tabellenplatz geführt hatte, gewannen die Kickers in der zweiten Saisonhälfte kein einziges Spiel mehr und stiegen ab. Im Sommer verließ Hollerbach den Klub.
Die erste Station im Profi-Bereich: Grafite, Dzeko und Co. schossen 2008/2009 die Bundesliga auseinander (80 Saisontore), der VfL Wolfsburg wurde Deutscher Meister - und Hollerbach war als Assistent von Felix Magath an diesem Triumph beteiligt.
Beim FC St. Pauli war der rustikale Hollerbach einst ein Star. Nach seinem Wechsel vom Millerntor in den Volkspark - über den kurzen Umweg Kaiserslautern - wurden die "Ho-Ho-Hollerbach"-Rufe jedoch in "Ho-Ho-Hochverrat" umgetextet.
Achteinhalb Jahre spielte Hollerbach beim HSV und ging nur selten einem Zweikampf aus dem Weg.
Ein vertrautes Bild: Hollerbach in der Diskussion mit einem Schiedsrichter, hier Franz-Xaver Wack. Nur Stefan Effenberg und David Jarolim sahen in ihrer Bundesligazeit mehr Gelbe Karten als Hollerbach (93).
Im Mai 2004 verabschiedete sich Hollerbach vom Hamburger Publikum - im Alter von 34 Jahren. Es war sein letztes Profispiel.
In Hamburg erhält der mittlerweile 48 Jahre alte Fußballlehrer einen Vertrag bis 2019. Am Montag leitet Hollerbach sein erstes Training und wird anschließend offiziell vorgestellt.