Hamid Karzai Aufstieg und Fall eines Hoffnungsträgers
Freund des Westens: Hamid Karzai galt zu Beginn des Jahrtausends als Garant für ein neues demokratisches Afghanistan
Konferenz auf dem Petersberg: Im Jahr 2002 präsentierte Karzai die Ziele seiner Regierung. Rechts neben ihm Kanzler Schröder.
Verbündeter: Der Paschtune war bei den Regierenden der westlichen Mächte ein gern gesehener Gast. Mehrfach traf er den damaligen US-Präsidenten George W. Bush wie hier bei einem Termin im Januar 2002 im Rosengarten des Weißen Hauses
Einschussloch: Bei einem Besuch in Kandahar schossen Unbekannte im Sommer 2002 auf den Wagen des Präsidenten. Hamid Karzai blieb unverletzt
Empfang unter Baumkronen: Kanzlerin Merkel besuchte Karzai im November 2007 in Kabul. Seinen Landsleuten galt er da bereits als "Marionette des Westens"
Über den Jahreswechsel 2003/2004 beriet die Große Ratsversammlung in einer dreiwöchigen Konferenz über eine Verfassung für Afghanistan. Karzai leitete die sogenannte Loja Dschirga in Kabul. Am Ende einigten sich die Delegierten mehrheitlich darauf, dass Afghanistan eine islamische Republik werden sollte
Vom Übergangs-Präsidenten zum gewählten Präsidenten: Hamid Karzai war der klare Sieger der Wahl 2004. Bei der Amtseinführung im Dezember zeigte er sich Hand in Hand mit dem früheren afghanischen König Zahir Shah
Anschlag: Angehörige des afhganischen Militärs in Gala-Uniform suchen Deckung. Im April 2008 versuchten Taliban-Kämpfer Karzai während einer Militärparade zu töten. Die Attentäter schossen mit Gewehren und Raketen auf den Präsidenten - dieser blieb jedoch unverletzt.
Besuch vom Hoffnungsträger: Im Sommer 2008 besuchte der damalige demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama Karzai in Kabul. Der US-Amerikaner wollte damit sein außenpolitisches Profil schärfen
Umstritten: Karzais Bruder Ahmed Wali. In Kabul gilt es als offenes Geheimnis, dass er dunkle Geschäfte betreibt und sich Vorteile durch die Verwandtschaft mit dem Präsidenten verschafft
Gefallener Star: Karzai beim Auftritt in München. Auf der Sicherheitskonferenz 2009 war Afghanistan eines der Hauptthemen. Hinter vorgehaltener Hand wurde dort bereits über seine Ablösung gesprochen. Doch der wiedererstarkte Präsident hat gute Chancen auf eine zweite Amtszeit