Hamoukar: Spuren eines frühen Krieges - DER SPIEGEL
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Hamoukar Spuren eines frühen Krieges

Das Bild vom vielleicht ersten Kriegs der Menschheit zeichnet sich immer schärfer ab. Forscher haben bei Ausgrabungen in Syrien Spuren einer Schlacht vor rund 5500 Jahren gefunden. Sie zeigen gespenstische Details vom tragischen Ende einer blühenden Stadt.
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Pfeilspitze aus Obsidian, gefunden in den Ruinen von Hamoukar: Forscher glauben, im Norden Syriens die Spuren des ersten Kriegs der Geschichte entdeckt zu haben

Foto: University of Chicago
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Vorder- und Rückseite eines Siegels aus Knochen in der Form eines sitzenden Bären: Die Archäologen haben zahlreiche beeindruckende Artefakte aus den Ruinen geborgen

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Potentielles Kriegsopfer: Unter den Trümmern von Hamoukar fanden sich zwölf Gräber

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Skelett: Die Leiche wurde in einer Grube verscharrt, die in die Reste eines zerstörten Gebäudes gegraben worden war - für die Forscher ein Zeichen dafür, dass Hamoukar ein kriegerisches Ende fand

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Gebäude in Hamoukar: Die Strukturen, datiert auf etwa 3500 vor Christus, zeugen von einem bewaffneten Konflikt

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Obsidian-Stücke: Das Glasgestein wurde unter anderem zur Herstellung von Klingen benutzt

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Grube zur Wiederverwendung von Lehm: Das in den Boden eingelassene Gefäß (untere Bildhälfte) diente unter anderem dazu, Geschosse für Schleudern herzustellen, ...

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... wie die Forscher aus dem Fund säuberlich aufgereihter Projektile in derselben Grube folgern

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Lehmgeschosse aus eingestürzten und abgebrannten Gebäuden: Mit diesen Schleuder-Projektilen führten die Menschen vor 5500 Jahren Krieg - kaum dass die ersten Städte entstanden waren. Auf manchen der in Hamoukar gefundenen Geschosse waren Reste von Wandputz zu erkennen - für Reichels Team ein weiterer Beweis für Kampfhandlungen

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Ruinen von Hamoukar: Offenbar haben sich die Städte im Norden Mesopotamiens zunächst unabhängig vom mächtigen Süden entwickelt, der womöglich erst später eine dominante Rolle übernommen hat

Foto: AP / University of Chicago
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