Hamoukar Spuren eines frühen Krieges
Pfeilspitze aus Obsidian, gefunden in den Ruinen von Hamoukar: Forscher glauben, im Norden Syriens die Spuren des ersten Kriegs der Geschichte entdeckt zu haben
Vorder- und Rückseite eines Siegels aus Knochen in der Form eines sitzenden Bären: Die Archäologen haben zahlreiche beeindruckende Artefakte aus den Ruinen geborgen
Potentielles Kriegsopfer: Unter den Trümmern von Hamoukar fanden sich zwölf Gräber
Skelett: Die Leiche wurde in einer Grube verscharrt, die in die Reste eines zerstörten Gebäudes gegraben worden war - für die Forscher ein Zeichen dafür, dass Hamoukar ein kriegerisches Ende fand
Gebäude in Hamoukar: Die Strukturen, datiert auf etwa 3500 vor Christus, zeugen von einem bewaffneten Konflikt
Obsidian-Stücke: Das Glasgestein wurde unter anderem zur Herstellung von Klingen benutzt
Grube zur Wiederverwendung von Lehm: Das in den Boden eingelassene Gefäß (untere Bildhälfte) diente unter anderem dazu, Geschosse für Schleudern herzustellen, ...
... wie die Forscher aus dem Fund säuberlich aufgereihter Projektile in derselben Grube folgern
Lehmgeschosse aus eingestürzten und abgebrannten Gebäuden: Mit diesen Schleuder-Projektilen führten die Menschen vor 5500 Jahren Krieg - kaum dass die ersten Städte entstanden waren. Auf manchen der in Hamoukar gefundenen Geschosse waren Reste von Wandputz zu erkennen - für Reichels Team ein weiterer Beweis für Kampfhandlungen
Ruinen von Hamoukar: Offenbar haben sich die Städte im Norden Mesopotamiens zunächst unabhängig vom mächtigen Süden entwickelt, der womöglich erst später eine dominante Rolle übernommen hat