Teuerer Sieg Verletzungsschock für DHB-Auswahl
Der Jubel war groß, der Schock später auch: Nach dem 30:29 (17:16)-Sieg über Russland wartet auf die deutschen Handballer eine bittere Nachricht: Kapitän Steffen Weinhold und Christian Dissinger drohen im "EM-Halbfinal-Endspiel" gegen Dänemark (Mittwoch, 18.15 Uhr, SPIEGEL ONLINE Liveticker) auszufallen.
Weinhold: Leitfigur, Kämpfer, Stratege. Er ist der wichtigste Spieler in der noch jungen deutschen DHB-Auswahl. Sein Ausfall wäre nicht zu kompensieren.
Geht voran, opfert sich für sein Team: In den Schlusssekunden warf sich Weinhold in den Weg von Dmitri Schitnikow (r.), verhinderte dadurch den drohenden Ausgleich zum 30:30 - und zog sich dabei eine Muskelverletzung zu.
Bester deutscher Werfer gegen Russland: Dissinger erzielte sieben Tore. Bereits in der Schlussphase nahm der 24-Jährige auf der Bank Platz, weil die Hüftmuskulatur streikte.
Auf sie wird es nun umso mehr ankommen: Das Torwartgespann Andreas Wolff (l.) und Carsten Lichtlein. Vor allem Wolff brillierte bisher mit starken Paraden.
Aber auch er wird gefordert sein: Tobias Reichmann, bislang der erfolgreichste Werfer beim Turnier in Polen (29 Tore).