Deutschland bei der Handball-WM In letzter Sekunde das Treppchen verpasst
Nach der Niederlage im Halbfinale gegen Norwegen hatte sich das deutsche Team vorgenommen, gegen Frankreich noch Bronze bei der Heim-WM zu holen.
In Herning konnte sich die Mannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer auch immer wieder Führungen herauswerfen, zeitweise lag sie mit vier Toren vorn.
Schmerzhaft für das deutsche Spiel: Abwehrbollwerk Patrick Wiencek sah die Rote Karte und musste die Platte verlassen.
Frankreich verlor nie komplett den Anschluss und arbeitete sich kontinuierlich wieder heran.
Immer öfter gelang es dem amtierenden Weltmeister, die deutschen Offensivbemühungen zu stoppen. So auch im letzten Angriff des Spiels, bei dem sich die DHB-Auswahl einen leichtfertigen Ballverlust leistete.
Frankreich hatte eine Antwort parat: Zu dritt liefen sie mit der letzten Möglichkeit des Spiels auf zwei deutsche Verteidiger zu und kamen durch Nikola Karabatic zu einem letzten Abschluss.
Der Ball schlug mit der Schlusssirene im Tor von Silvio Heinevetter ein und der französische Superstar schrie seine Freude durch die Halle in Herning.
Schnell fand er sich inmitten der französischen Jubeltraube wieder. Den Titel konnte das Team nicht verteidigen. Ein Sieg zum Abschluss und der dritte Platz sorgte dennoch für Freude bei den Spielern.
Ein Triumph, dem das deutsche Team sehr nah war. Die Enttäuschung war den Spielern deutlich anzusehen.
Ein Triumph, dem das deutsche Team sehr nah war. Die Enttäuschung war den Spielern, wie hier Jannik Kohlbacher, deutlich anzusehen.
Trotzdem bedankten sich die deutschen Handballer beim deutsch-dänischen Publikum, das es über die gesamte Spielzeit unterstützt hatte.