Handballhoffnung Dika Mem: Der Spätzünder - DER SPIEGEL
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Handballhoffnung Dika Mem Der Spätzünder

Dika Mem ist der neue Shootingstar im internationalen Handball. Den Namen haben Sie noch nie gehört? Alles Wichtige zu Frankreichs Nachwuchshoffnung.
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Hoch, höher, Dika Mem: Der 20-Jährige ist die Entdeckung des französischen Handballs der vergangenen Jahre. Bei der Europameisterschaft in Kroatien erzielte der Spieler aus dem Rückraum bereits 22 Treffer - nur Kentin Mahé warf mehr Tore für den aktuellen Weltmeister.

Foto: Thibault Camus/ AP
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Die Hand zur Faust geballt: Wenn Mem bei diesem Turnier gut spielte, war auch das französische Team in guter Verfassung. Mit seinem Tempo steht der junge Mann wie kaum ein anderer für den Hochgeschwindigkeitshandball der Franzosen.

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Nur schwer vom Ball zu trennen: Mem vereint alles, was ein Handballer benötigt. Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit. Der ehemalige Handballer und heutige französische Nachwuchstrainer Éric Quintin sagt: "Hätten wir früher einen Spieler mit dem Computer erstellt, wäre es Nikola Karabatic geworden. Heute kann es auch Dika Mem sein."

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Wie wichtig Mem für die französische Auswahl ist, zeigen seine Einsatzzeiten. Der gebürtige Pariser kommt in bisher sieben Partien der EM auf eine Einsatzzeit von knapp vier Stunden. Nur fünf andere im Kader standen länger auf der Platte.

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Im Verein ist Mem beim FC Barcelona zu Hause. Das Top-Team hatte den Franzosen im Jahr 2016 mit einem Sechsjahresvertrag ausgestattet. Die Katalanen erkannten früh das Talent des Spätzünders. Mem kam erst im Alter von 14 Jahren zum Handball - ungewöhnlich in dieser komplizierten Sportart.

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Alle gegen einen, Mem gegen alle: Vor knapp acht Jahren wäre so ein Bild kaum denkbar gewesen. Als der Franzose im Alter von 14 Jahren erstmals bei einem Handballtraining auftauchte, soll er wie ein Schlaks ausgesehen haben. Das und die nicht vorhandene Expertise im Handball sind nicht die besten Vorraussetzungen für eine große Karriere.

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Aber die Franzosen drillten ihn und er drillte sich. Die Belohnung wird bei der EM in Kroatien aber nicht der Euro-Titel sein. Frankreich ist überraschend im Halbfinale gegen Spanien gescheitert - auch, weil Mem in diesem Spiel kein Faktor war. Im Spiel um Platz 3 könnte es immerhin zur Bronzemedaille reichen.

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