Hans-Dietrich Genscher Vielflieger und Meister der Unschärfe
Hans-Dietrich Genscher: Der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher am 17. Jan. 2007 in Berlin. Im März 2007 feierte er seinen 80. Geburtstag. Die FDP trägt noch heute schwer an seinem Rückzug aus der aktiven Politik.
Verhandlung mit den Geiselnehmern: Arabische Terroristen der Gruppe "Schwarzer September" überfallen am 5.9.1972 das Olympische Dorf in München. Genscher - damals Innenminister - verhandelt zusammen mit dem Münchner Polizeipräsidenten Manfred Schreiber (vorn, l.) und weiteren Offiziellen mit einem der Geiselnehmer. Doch letztlich war alles vergebens: Dem Attentat fielen schließlich elf israelische Sportler, ein Polizist und fünf der palästinensischen Entführer zum Opfer.
Augstein besucht die FDP: Der Gründer und Herausgeber des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", Rudolf Augstein (l.), während einer Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion 1973 in Bonn mit den Bundesministern Werner Maihofer (M.) und Hans-Dietrich Genscher. Genscher und Augstein verband bis zu Augsteins Tod im Jahr 2002 eine enge Freundschaft.
RAF-Anschlag in Stockholm: Der damalige deutsche Außenminister, Hans-Dietrich Genscher (2. v. l.), besichtigt am 25.04.1975 die Trümmer der deutschen Botschaft in Stockholm. Sechs Mitglieder des RAF-Kommandos "Holger Meins" hatten am Tag zuvor mit äußerster Brutalität, aber ohne Erfolg versucht, mit der Besetztung der Botschaft 26 Gesinnungsgenossen aus deutschen Gefängnissen freizupressen. Die Terroristen erschossen zwei Diplomaten. Nach der Freilassung von drei weiblichen Geiseln erschütterte kurz vor Mitternacht eine gewaltige Explosion die Botschaft. Die im Kühlschrank des Botschafter-Büros deponierten 15 Kilo TNT-Sprengstoff waren versehentlich gezündet worden. Zwei Terroristen, Ulrich Wessel und Siegfried Hauser, starben an ihren Verletzungen durch die Explosion. Die anderen vier wurden umgehend festgenommen und 1977 in der Bundesrepublik zu je zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt.
Genscher in Prag: Hans-Dietrich Genscher erreicht am 30.9.1989 die deutsche Botschaft in Prag. Tausende von Flüchtlingen aus der DDR hatten dort Zuflucht gesucht. Wenig später verkündete Genscher vom Balkon die Genehmigung auf Ausreise.
Genscher und Seiters in Prag: der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP, r.) informiert im September 1989 vor der Bonner Vertretung in Prag die Journalisten. Er hatte den rund 4000 DDR-Bürgern, die sich in der Vertretung aufhielten, die bewilligte Ausreise in die Bundesrepublik verkündet. Neben ihm steht Rudolf Seiters, der von 1989 bis 1991 Helmut Kohls Kanzleramtschef war.
Kissinger und Genscher: Die beiden früheren Außenminister Henry Kissinger (r.) und Hans Dietrich Genscher unterhalten sich am 20.5.1998 bei der Feier zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Kissinger in der Fürther Stadthalle. Henry Kissinger wurde 1923 in Fürth geboren und mußte mit seiner Familie 1938 in die USA auswandern. Von 1973 bis 1977 war er US-Außenminister.