Fotostrecke Aus dem Schuldienst nach Russland
Hans-Michael Holczer ist zurück im Profiradsport - obwohl er eigentlich nach all den Dopingskandalen auch um seinen Gerolsteiner-Rennstall nichts mehr mit der Branche zu tun haben wollte.
Als Chef des deutschen Rennstalls hatte der ehemalige Geschichts-, Mathematik- und Sportlehrer zwischen 2006 und 2008 viel zu erklären.
Dabei machte ihm der deutsche Profi Fabian Wegmann noch die wenigsten Sorgen. Wegmann gehörte zu den Vorzeigeprofis, die mit Doping nicht in Verbindung gebracht wurden.
Anders verhielt es sich mit den zwei Aushängeschildern des Rennstalls, dem österreichischen Bergspezialisten Bernhard Kohl (l.) und dem Deutschen Stefan Schumacher, der 2008 sogar einmal im Gelben Trikot der Tour de France fuhr. Beide flogen als Dopingsünder auf.
Bei Katjusha, dem russischen Rennstall, den Holczer jetzt führt, soll das nicht passieren. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem Spanier Óscar Freire.
Mit dabei bei Katjusha ist auch wieder Christian Henn, ein alter Fahrensmann Holczers aus der Gerolsteiner-Zeit. Henn war selbst Profi beim deutschen Team Telekom. Er hat dort die Einnahme von Dopingmitteln gestanden.
Teamkollege Henns bei Telekom war damals Supersprinter Erik Zabel - auch er hat öffentlich Doping eingeräumt, wenn auch nur in einem Fall. Heute ist er bei Katjusha als Sprintcoach angestellt.
Nie erwischt dagegen wurde die Nummer eins bei Katjusha, der Russe Denis Menchow. Verdachtsmomente gegen ihn gibt es allerdings schon seit Jahren.