Hart aber fair Sendung mit Denkfehler
Hamed Abdel-Samad, deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler, Buchautor, findet: Der Denkfehler stecke schon im Titel der Sendung. Muslime seien nicht nur über den Islam integrierbar, sie seien "kein Block, sondern einzelne Menschen mit Rechten und Pflichten".
Enissa Amani, Comedian, Schauspielerin und Moderatorin: Sie bedenkt in der Sendung besonders Abdel-Samad, dem der Ruf des Islamkritikers vorauseilt, mit Geringschätzung. Ob er seinen Gedanken zu Ende führen dürfe, fragt er, und sie antwortet: Er habe "den falschen Gedanken."
Cem Özdemir von den Grünen: Er stimme Horst Seehofer nicht zu, sagt er, aber nur Falsches habe er auch nicht gesagt. Er habe es nicht zu kommentieren, wenn jemand aus freien Stücken ein Kopftuch trage, aber wenn eine Lehrerin mit Kopftuch seiner Tochter sagen würde, dass Miniröcke unangemessen seien, hätte er damit eben doch ein Problem.
Joachim Herrmann, CSU, Bayerischer Staatsminister des Innern und für Integration: De Islam gehöre nicht zu Deutschland, weil die Verfasstheit Deutschlands und Europas "auf den Traditionen des alten Athen, des alten Rom, des Judentums, des Christentums, des Humanismus, der Aufklärung fußt", während der Islam dazu "keinen Beitrag" geleistet habe, sagt er.
Du'A Zeitun, Streetworkerin, die sich gegen frühe Radikalisierung von Muslimen engagiert: In Deutschland geborene und sozialisierte Muslime der zweiten, dritten Generation seien anders geprägt als die der ersten, sagt sie. Und der Islam sei für sie nur eine Facette des Lebens. Sprich: Es gibt "die Muslime" nicht.