Hartz IV Geschichte eines Gesetzes
Der Reformer: Volkswagen-Personalvorstand Peter Hartz in Wolfsburg
Besiegelte Reformen: Der Vorsitzende der Hartz-Kommission, Peter Hartz, überreicht am 16. August 2002 Kanzler Gerhard Schröder (rechts) das umstrittene Reformkonzept für den Arbeitsmarkt. Ziel der Vorschläge ist es, die Arbeitslosenzahl binnen drei Jahren auf zwei Millionen zu halbieren.
Ablösung: Auf dem Parteitag 2007 in Hamburg durfte Gerhard Schröder noch einmal das Wort ergreifen. Kurt Beck hörte emotionslos zu.
Mittwoch, 11. August 2004: Wirtschaftsminister Wolfgang Clement unterrichtet die Medien vor dem Kanzleramt über die Hartz-IV-Reform.
Großdemonstration im Oktober 2004 in Berlin: "Hartzer Model stinkt."
Rangeleien mit der Polizei: Polizisten führen am 3. Januar 2005 in Berlin eine Anti-Hartz-IV-Demonstrantin ab.
Enttäuschte Sozialdemokraten nach der verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Die harten Hartz-IV-Einschnitte ließen die SPD in der Wählergunst abstürzen.
Jubelnde CDU-Anhänger: Nach 39 Jahren SPD-Vorherrschaft zwischen Rhein und Weser schaffen die Konservativen klar den Machtwechsel.
Die Wahlschlappe in NRW hat Folgen: Der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering verkündet am 22. Mai 2005 Neuwahlen auf Bundesebene.
22. Mai 2005: Auch Kanzler Gerhard Schröder verkündet in Berlin Neuwahlen.
Rechtsstreit: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 9. August 2005 in Karlsruhe darüber, ob am 18. September in Deutschland gewählt wird. Zwei Bundestagsabgeordente hatten gegen die vorgezogene Wahl Verfassungsbeschwerde eingereicht.
Gespanntes Warten: Gerhard Schröder und Franz Muentefering warten am 1. Juli 2005) im Berliner Bundestag auf den Beginn der Fraktionssitzung. Deren Tagesordnungspunkt 21 ist Schröders Vertrauensfrage, die letztlich die Neuwahlen einleitet.
Sternmarsch gegen die Sozialpolitik: Großdemonstration gegen Hartz IV am Brandenburger Tor, 16. September 2006. Die Proteste gegen das Arbeitsgesetz ebben nicht ab.
Elefantenrunde: Bundeskanzler Gerhard Schröder leistet sich nach der Bundestagswahl am 18. September 2005 einen befremdlichen Auftritt im ZDF-Hauptstadtstudio. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl herrscht in Deutschland ein Mächtepatt - SPD und CDU gehen gezwungenermaßen in die Große Koalition.
Spitzenkräfte auf Distanz: Am 22. Oktober 2007, vier Tage vor dem Hamburger Parteitag, kommt die SPD-Spitze zusammen, um ein sozialpolitisches Neun-Punkte-Programm zu beschließen. Im Mittelpunkt steht die Forderung von SPD-Chef Kurt Beck (rechts), die Hartz-IV-Reformen zurück zu drehen. Das Arbeitslosengeld I soll an Ältere länger gezahlt werden. Noch-Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering (links) lehnt diesen Vorschlag entschieden ab.