Harun Farocki gestorben (Bilder) - DER SPIEGEL
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Filmemacher Farocki Der deutsche Godard

In seinen Dokumentarfilmen legte er die Mechanismen des Kapitalismus frei und analysierte die moderne Arbeitswelt: Harun Farocki gehörte zu den intellektuell schärfsten und einflussreichsten Filmemachern Deutschlands. Jetzt ist er im Alter von 70 Jahren gestorben
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Der Dokumentarist Deutschlands: Seit den Achtzigerjahren gehörte Harun Farocki zu den einflussreichsten Filmemachern der Republik. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2013.

Foto: Carmen Jaspersen/ picture alliance / dpa
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Szene aus "Leben-BRD" (1990): Ob Hebammenschule oder Stripteasekurs - wer in der Leistungsgesellschaft etwas werden will, muss zuerst etwas lernen. Genau das zeigte Farocki in seinem preisgekrönten, essayistischen Dokumentarfilm.

Foto: ddp images
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Farocki war ein genauer und scharfer Beobachter deutscher Lebenswelten. Und mit den Jahren erwarb er sich den Ruf, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dokumentarfilmer zu sein. Szene aus "Leben-BRD".

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Farockis Stil war karg und realistisch: Er betrachtete die gesellschaftlich-politische Lage des Landes genauso, wie er sich ästhetische Fragen stellte. In "Klassenverhältnisse" (Bild) würdigte Farocki seinen Lehrer Jean-Marie Straub.

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In den letzten Jahren arbeitete Farocki häufig mit dem Regisseur Christian Petzold zusammen. Hier eine Szene aus dem gemeinsamen Film "Yella" (2006) mit Nina Hoss.

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Farocki schrieb auch am Drehbuch von Petzolds im September in die Kinos kommenden Film "Phoenix" mit.

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Filmszene aus "Phoenix" mit Ronald Zehrfeld und Nina Hoss

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In dem Film "Gefängnisbilder" ging Harun Farocki den Kräften auf den Grund, die im Gefängnis herrschen: wie sie nicht nur zur Bewachung der Inhaftierten eingesetzt werden, sondern sie vor allem auch zurichten nach den Regeln der Anstalt.

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"Fressen oder Fliegen": 2013 war eine Schau Farockis in Oldenburg zu sehen, die er gemeinsam mit seine Ehefrau Antje Ehmann kuratiert hatte.

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