"Haus ohne Dach" von Soleen Yusef: Kein bisschen Frieden - DER SPIEGEL
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"Haus ohne Dach" Roadtrip mitten ins Kriegsgebiet

Erst verfilmte sie die Protokolle des NSU-Prozesses, nun mit "Haus ohne Dach" eine sehr persönliche Familiengeschichte mitten im Nordirak: Die Deutsch-Kurdin Soleen Yusef ist eine der interessantesten Nachwuchsregisseurinnen.
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Mit ihrer Mutter kamen sie einst aus einem kurdischen Dorf nach Berlin: die Geschwister Jan (Sasun Sayan, von links), Alan (Murat Seven) und Liya (Mina Sagdic). Als die Mutter stirbt, offenbart sich, wie unterschiedlich ihre Lebensentwürfe sind.

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Allein Jan kann sich vorstellen, mit seiner Familie zurück nach Kurdistan in den Norden Iraks zu gehen.

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Weil die Mutter ihren Kindern auferlegt hat, ihren Leichnam neben dem ihres Ehemanns in der kurdischen Provinz zu begraben, fährt auch Liya widerwillig in die ehemalige Heimat.

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Die Überführung des Sargs stellt die Geschwister vor harte und gefährliche Prüfungen, denn ihr Weg führt sie nah an Kriegsgebieten vorbei.

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Während ihres Roadtrips sind die drei immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie sehr sie ihrer alten Heimat Kurdistan verbunden sind - ob nun freiwillig oder unfreiwillig.

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Kann Jan seine Geschwister davon überzeugen, dass es eine gute Entscheidung ist, zurück nach Kurdistan zu gehen?

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Am Ende können sie die Mutter ihrer letzten Ruhestätte zuführen - doch ob die drei auch ihren Frieden finden?

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Für "Haus ohne Dach" wurde Soleen Yusef vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem First Steps Award 2016 für den besten langen Abschlussfilm.

Foto: Jens Kalaene/ picture alliance / ZB
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?