Hausboote Wohnen auf dem Wasser
Diese kleine Hausbootsiedlung befindet sich im Hamburger Stadtteil Hammerbrook. Das Hausboot ganz links ist "Rusty" von Lisa Knörnschild und Hendrik Maas.
Eingerahmt wird die Minisiedlung aus drei schwimmenden Häusern von Büros auf der einen und einem Sportboothafen auf der anderen Seite. Dichtes Grün am Ufer bietet Libellen, Eisvögeln und Haubentauchern ein Zuhause.
Das wegen seiner Fassade aus wetterfestem Cortenstahl "Rusty" getaufte Hausboot von Hendrik Maas und Lisa Knörnschild hat genug Platz für einen freistehenden Küchenblock. Seit Februar wohnen die beiden Köche auf der Bille, einem Nebenfluss der Elbe.
Hendrik Maas und Lisa Knörnschild sitzen auf der Terrasse ihres Hausboots im Gewerbegebiet Hammerbrook mit seinen vielen Kanälen. "Morgens vor der Arbeit ins Wasser zu springen oder nach Feierabend ein paar Runden mit dem Stand-up-Paddel zu drehen, ist natürlich ein Traum", sagt Maas.
Blick aus dem Inneren des Hausboots "Rusty". Bis die Bewohner in den Genuss einer solchen Aussicht gelangen, vergehen oft Jahre: Baugenehmigungen sind schwer zu bekommen, und selbst in einer so von Wasser geprägten Stadt wie Hamburg sind solche Lagen rar.
Grüne Oase im Gewerbegebiet in Hammerbrook: Blick aus der Hausbootküche von Hendrik Maas und Lisa Knörnschild.
Hendrik Maas mit dem selbstgebastelten Modell seines schwimmenden Hauses, das so nicht realisiert wurde.
Bei dieser Aussicht ist der Fernseher eigentlich überflüssig. Wenn es mal voll wird, bietet das Sideboard noch Sitzplätze für Besucher.
Uwe Wendler in seinem Wohnzimmer, er lebt mit seiner Frau Uta Fabel zusammen auf dem Hausboot.
Marion Nabert steht auf der Terrasse ihres Hausboots in Hammerbrook, sie lebt mit ihrem Mann Jörn und zwei Katzen seit Anfang des Jahres 2016 auf der Bille.
Marion und Jörn Nabert teilen sich ihr schwimmendes Heim mit Katze Urmel.
Nur der Blick aus dem Fenster verrät, dass es sich hierbei um keine klassische Wohnung handelt: Das Wohnzimmer von Marion und Jörn Nabert.
Ein Steg verbindet die drei Hausboote in Hammerbrook. Zwischen den Pontons ist mehr Platz als zwischen Häusern in einer Reihenhaussiedlung.
Die Büroriegel im Hintergrund schirmen die Hausboote und ihre Bewohner vom Verkehrslärm einer sechsspurigen Bundesstraße ab.
Der Mittelkanal in Hammerbrook: Umgeben von Bürogebäuden liegen das Hausboot "Schwan" (vorne) sowie ein weiteres schwimmendes Wohnhaus. Im Hintergrund liegen zwei Betonpontons, die als nächstes bebaut werden, sowie die S-Bahn-Station Hammerbrook.
Der Architekt Daniel Wickersheim in seinem selbstgebauten "Schwan", auf dem Mittelkanal in Hammerbrook.
Eingerahmt von großen Firmenzentralen wohnt der Architekt seit einem Jahr in seinem selbst entworfenen Hausboot. Die Uferpromenade ist momentan nur an Werktagen belebt, wenn Büroangestellte hier ihre Mittagspause verbringen.
Auch der "Schwan" ist sehr geräumig: Blick in die offene Küche mit angrenzendem Essbereich. Dahinter befinden sich das Bad und ein Abstellraum.
Detail im selbstgebauten Badezimmer des Architekten Daniel Wickersheim in seinem Hausboot "Schwan". Aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt und angesagteren Stadtteilen wie St. Pauli rückt Hammerbrook in den Fokus der Stadtentwicklung.
Blick aus einem der beiden Schlafzimmer des Hausboots "Schwan". Im Spiegel zu sehen der Mittelkanal und die S-Bahn-Station Hammerbrook.
Sogar für eine Badewanne ist Platz in einem modernen Hausboot. Das Muster hat Daniel Wickersheim selbst entworfen.
Insgesamt zehn schwimmende Häuser liegen in einem der zwei Teilabschnitte des Eilbekkanals. Im Vordergrund das einzige klassische Hausboot (also ein umgebautes Flussschiff). Alle sind Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs.
Die Humboldtinsel in Berlin Alt-Tegel aus der Vogelperspektive: Die schmale Insel wird mit 74 Villen und Eigentumswohnungen bebaut. Im Hintergrund zu sehen: vier schwimmende Häuser. Geplant waren zwölf, aber mehr ließen die Behörden nach zehnjährigen Verhandlungen nicht zu. (Das Bild zeigt eine Visualisierung.)
Im Großen Goitzschesee, einem gefluteten Tagebau bei Bitterfeld, entsteht aktuell eine Siedlung aus 19 schwimmenden Ferienhäusern. Die Genehmigungen für "Sondernutzungen" wie Ferienwohnungen sind einfacher zu bekommen als die für reguläre Hausboote.
Auf dem Nordsee, einem Baggersee bei Xanten, entstand diese Feriensiedlung aus zehn schwimmenden Häusern. Alle Objekte sind verkauft und werden privat genutzt oder vermietet.