Heatmaps zu Bayern vs. Hoffenheim - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Grafische Fußball-Analyse Schröck als Ribéry-Bremse, Martinez holprig

Der FC Bayern hat einen lustlosen Auftritt in Sinsheim hingelegt - wer will es ihnen angesichts von 17 Punkten Vorsprung auf Dortmund verdenken? Franck Ribéry hatte arge Probleme mit Hoffenheims Stephan Schröck - und Javier Martinez passierte etwas ganz seltenes: Fehlpässe.
1 / 15

Die Hoffenheimer taten im Heimspiel gegen Bayern etwas, das man derzeit eher selten bei Münchens Gegnern sieht: Sie versuchten zu Beginn, Druck aufzubauen. Aber was blieb 1899 auch anderes übrig? Am Samstag hatte Augsburg einen 1:0 Erfolg gegen Werder Bremen gefeiert - und den Abstand der Hoffenheimer auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte wachsen lassen.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
2 / 15

Rückkehr nach Sinsheim: Tom Starke trug bis zum Sommer noch das Trikot der Hoffenheimer. Doch wurde ihm Tim Wiese vor die Nase gesetzt - und Starke, der Fan-Liebling, wechselte nach München.

Foto: Uwe Anspach/ dpa
3 / 15

Starke hatte gegen seinen Ex-Club auch gut zu tun: Eine starke Parade gegen Williams, viele Rückpässe. Zudem parierte er stark gegen Schröck und hielt so den knappen Sieg fest.

Foto: impire
4 / 15

Wer würde in der Anfangsphase die besten Torchancen haben - das war vor dem Spiel die Frage. Gomez? Ribery? Müller? Nein, die Antwort war: Daniel Williams. Zwei Gewaltschüsse (117 Stundenkilometer) hatte der Angreifer bereits nach 17 Minuten losgelassen. Doch dann kam nichts mehr.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
5 / 15

Obwohl, dass gar nichts mehr kam, ist nicht ganz richtig: Williams war nämlich noch an einigen Fouls beteiligt und holte sich die Gelbe Karte ab. Trotz des Einsatzes hatte er eine unterirdische Zweikampfquote - lediglich 26 Prozent gewann er.

Foto: impire
6 / 15

Es war kein einfaches Spiel für Mario Gomez: Seine Bayern-Teamkollegen suchten den Angreifer vornehmlich mit langen Bällen, aber die waren oft ungenau. Zweikämpfe gewann Gomez auch selten (24 Prozent).

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
7 / 15

Auffällig hingegen: Gomez, der unbestreitbar im gegnerischen Strafraum seine besten Szenen hat, musste viel Zeit außerhalb verbringen. Die Heatmap zeigt es an: Die roten Flächen markieren die Stellen, an denen sich ein Spieler am Häufigsten aufgehalten hat. In einer der wenigen Situationen, in denen er innerhalb des Strafraums am Ball war, gelang ihm dann auch der Siegtreffer.

Foto: impire
8 / 15

Hoffenheims Winterpausen-Zugang Igor de Camargo hatte erst am vergangenen Wochenende sein erstes Tor für seinen neuen Club erzielt - und wäre gegen den früheren Hoffenheimer Torwart Starke fast wieder erfolgreich gewesen.

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP
9 / 15

Doch er legte sich den Ball in der Anfangsphase zu weit vor, anstatt direkt zu schießen - und vergab so die große Chance für eine überraschende Führung.

Foto: REUTERS
10 / 15

Technisch beschlagen, raffiniert, spielfreudig - so kannte man Franck Ribéry in dieser Saison bislang. Doch davon zeigte der Franzose gegen Hoffenheim nur wenig. Gute Offensivideen waren selten, zwar lief Ribéry wieder sehr viel, blieb jedoch häufig in den gegnerischen Beinen hängen.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
11 / 15

Aber Ribéry wäre nicht Ribéry, wenn nicht eine einzige gelungene Aktion schon zum Tor führen kann: Bei seinem Kopfball auf Gomez bewies er gute Übersicht. Gegen den starken Schröck verlor der Franzose jedoch fast jeden seiner Zweikämpfe (Am Ende gewann er nur 55 Prozent). Wechselte dann später auf die rechte Seite, wie die Heatmap zeigt, - doch viel mehr gelang ihm auch dort nicht.

Foto: impire
12 / 15

Stephan Schröck hatte die wichtige Aufgabe, Bayerns überragenden Offensiv-Wirbler Franck Ribéry auszuschalten. Und das bekam er - mit Unterstützung von Patrick Ochs - auch meist hin. Ob nun mit Fouls (drei insgesamt) oder auf faire Weise.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
13 / 15

Offensiv hatte Schröck sogar einige Male Raum für Flankenläufe - und ließ zudem einen satten Torschuss in der 67. Minute los.

Foto: impire
14 / 15

Javi Martinez' Auftritt in der ersten Hälfte war symptomatisch für die komplette Bayern-Elf: Zwar war der Spanier sehr bemüht, leistete sich jedoch auch - für ihn ungewohnte - Fehlpässe (Zur Beruhigung der Münchner Fans: Trotzdem kamen 91 Prozent seiner Zuspiele beim Mitspieler an).

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
15 / 15

Zudem sprang dem überragenden Ballverteiler im Bayern-Mittelfeld der vergangenen Wochen auch mal der Ball viel zu weit vom Fuß - das hatte man so auch noch nicht bei Martinez gesehen. Konsequenz: Er musste sich ganze vier Foulspiele leisten.

Foto: impire
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?