Heide Simonis Politik mit Hut
Ausgetanzt: Obwohl sie der Liebling des Publikums war, muss Heide Simonis Abschied vom Tanzparkett nehmen. Die Gesundheit macht nicht mehr mit.
Am 19. Mai 1993 leistete Ministerpräsidentin Heide Simonis im Kieler Landtag ihren Amtseid. Simonis wurde die erste Frau an der Spitze eines Bundeslandes.
Da war noch alles gut: Mit einem roten Blumenstrauß gratulierte Kanzler Gerhard Schröder Simonis am 21. Februar zum Ausgang der Wahl in Schleswig-Holstein.
Genossen ganz in Weiß: Für ihren Kanzler schlüpfte Simonis bei dem Besuch eines Labors mit Gerhard Schröder sogar in einen wenig fotogenen Schutzanzug.
Mit überwältigender Mehrheit wurde Simonis 1993 zur Nachfolgerin von Björn Engholm gewählt. Quasi über Nacht übernahm sie den Posten der Ministerpräsidentin, nachdem Engholm wegen seiner Falschaussagen in der so genannten Schubladenaffäre alle Ämter niedergelegt hatte.
Heide Simonis und ihre Hobbys: In ihrer Kieler Wohnung näht die gebürtige Bonnerin an einem Quilt.
Mit ihrem Mann Udo lebt Simonis in einer stuckverzierten 200-Quadratmeter-Wohnung in der Kieler Schillerstraße. Ihr Mann ist pensionierte Professor.
Bei einer Visite in Afghanistan besuchte Simonis 2004 in Kabul das deutsche Kontingent der Internationalen Schutztruppe Isaf.
Keine Scheu vor ausgefallenen Auftritten: Bei einer Karnevalssitzung in Aachen zeigte sich die studierte Volkswirtin Simonis 1999 ausgelassen.
Hüte sind ihre große Leidenschaft. Mit diesem creme-farbenen Modell wurde Simonis als bekennende Hutträgerin und Sammlerin 2003 von den Damen des Meldorfer Hutclubs ausgezeichnet. Neben ihrer Sammelleidenschaft ist Simonis auch für ihre ständigen Flohmarktbesuche und ihrer Liebe zu Schmuck bekannt.