Heimkinder Tausendfaches Leid
Bügeln im Akkord in der Wäscherei: Harte Arbeit war für Heimkinder an der Tagesordnung, bezahlt wurde die Schufterei nicht.
"Besinnungszimmer" im Mädchenheim Fuldatal Cuxhagen bei Kassel
Nonnen und Kinder im Vincenzheim in Dortmund. Der Vertreter der Bischofskonferenz, Johannes Stücker-Brüning, sagte vor der Heimkinder-Kommission: Eine "Sachstandserhebung" habe ergeben, dass "Gewalt nicht grundsätzlich in katholischen Heimen an der Tagesordnung war".
Die Kinder und Jugendlichen wurden wie hier in Freistatt auch beim Torfabbau eingesetzt.
"Ich verlange im Namen aller ehemaligen Heimkinder eine angemessene Entschädigung als Wiedergutmachung für das an uns begangene Unrecht", sagte eine Betroffene anlässlich der Auftaktsitzung des Runden Tisches in Berlin.
Auch im Winter wurden die Heimkinder beim Tofabbau eingesetzt.
"Erschreckend ist die Erkenntnis, dass auch zu einer Zeit, als sich die Bundesrepublik schon als freiheitlicher demokratischer Rechtsstaat verstanden hat, in massiver Form elementare Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe verletzt worden sind", sagte Thomas Mörsberger, Vorsitzender des Deutschen Institutes für Jugendhilfe und Familienrecht in Heidelberg.
Arbeit in der Gärtnerei im Salesianer-Erziehungsheim Hövelhof bei Paderborn
Abfahrt zum Torfstechenin der evangelischen Diakonie Freistatt Bethel: "Kinder wurden Opfer von Misshandlung und Ausbeutung. Sie waren einer übelsten Erziehung ausgeliefert. Es tut uns unendlich leid", sagte Hans Ulrich Anke von der EKD vor der Kommission.