Heimkinder: Tausendfaches Leid - DER SPIEGEL
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Heimkinder Tausendfaches Leid

Eingesperrt, misshandelt, gedemütigt: Mehr als eine halbe Million Kinder litten in Westdeutschland in kirchlichen und staatlichen Erziehungsheimen. Jetzt soll eine Kommission das Geschehen aufarbeiten. Der Streit um Wiedergutmachungs-zahlungen wird sich dabei kaum ausklammern lassen.
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Bügeln im Akkord in der Wäscherei: Harte Arbeit war für Heimkinder an der Tagesordnung, bezahlt wurde die Schufterei nicht.

Foto: Jochen Günther
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"Besinnungszimmer" im Mädchenheim Fuldatal Cuxhagen bei Kassel

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Nonnen und Kinder im Vincenzheim in Dortmund. Der Vertreter der Bischofskonferenz, Johannes Stücker-Brüning, sagte vor der Heimkinder-Kommission: Eine "Sachstandserhebung" habe ergeben, dass "Gewalt nicht grundsätzlich in katholischen Heimen an der Tagesordnung war".

Foto: Archiv Vincenzheim
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Die Kinder und Jugendlichen wurden wie hier in Freistatt auch beim Torfabbau eingesetzt.

Foto: Archiv Freistatt
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"Ich verlange im Namen aller ehemaligen Heimkinder eine angemessene Entschädigung als Wiedergutmachung für das an uns begangene Unrecht", sagte eine Betroffene anlässlich der Auftaktsitzung des Runden Tisches in Berlin.

Foto: Archiv Freistatt
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Auch im Winter wurden die Heimkinder beim Tofabbau eingesetzt.

Foto: Archiv Freistatt
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"Erschreckend ist die Erkenntnis, dass auch zu einer Zeit, als sich die Bundesrepublik schon als freiheitlicher demokratischer Rechtsstaat verstanden hat, in massiver Form elementare Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe verletzt worden sind", sagte Thomas Mörsberger, Vorsitzender des Deutschen Institutes für Jugendhilfe und Familienrecht in Heidelberg.

Foto: Archiv Freistatt
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Arbeit in der Gärtnerei im Salesianer-Erziehungsheim Hövelhof bei Paderborn

Foto: Archiv Hövelhof
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Abfahrt zum Torfstechenin der evangelischen Diakonie Freistatt Bethel: "Kinder wurden Opfer von Misshandlung und Ausbeutung. Sie waren einer übelsten Erziehung ausgeliefert. Es tut uns unendlich leid", sagte Hans Ulrich Anke von der EKD vor der Kommission.

Foto: Archiv Freistatt
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