Hells Angels Beerdigung von Aygün Mucuk
Mitglieder der Hells Angels bringen Blumenschmuck zu der Beerdigung von Aygün Mucuk. Der Präsident des Charters Gießen war am vergangenen Freitag erschossen worden.
"RIP Aygün" stand auf den schwarzen Armbinden, die die Rocker während der Trauerfeier trugen. "Ruhe in Frieden."
Ein Mitglied der Hells Angels Hannover während der Trauerfeier für Aygün Mucuk.
Hells Angels und Mitglieder befreundeter Rockergruppierungen aus mehreren europäischen Ländern und dem gesamten Bundesgebiet waren zu dem Begräbnis angereist. Unter ihnen auch Szenegrößen aus Frankfurt und Berlin. Die Polizei hatte sich schon Stunden vorher am Friedhof postiert.
Mehrere Hundert Rocker waren angereist, einige mit ihren Motorrädern. Sie wurden von der Polizei eskortiert, die ihrerseits mit Hunderten Beamten vor Ort war.
Vor dem Friedhof, auf dem Aygün Mucuk zur letzten Ruhe gebettet wurde, bewachten sogenannte Prospects (Anwärter) die Eingänge. Zahlreiche Schaulustige und Medienvertreter sollten davon abgehalten werden, auf das Gelände zu kommen.
Aygün Mucuk sorgte bei vielen alteingesessenen Rockern für Unmut. Als Chef des Hells-Angels-Charters Gießen hatte er nach Meinung seiner Kollegen die Expansion der Rockergang zu schnell vorangetrieben.
Am 7. Oktober wurde Mucuk vor dem Vereinsheim erschossen aufgefunden. Mindestens 16 Kugeln hätten ihn getroffen, sagte die Staatsanwaltschaft nach der Obduktion. Der oder die Täter sind noch unbekannt.