Helmut Schmidt Der Mann, der die RAF besiegte
Fahndungsplakat mit gesuchten RAF-Mitgliedern: Der Kampf gegen die linksradikalen Terroristen bestimmte Schmidts Kanzlerschaft.
Die RAF-Terroristen Andreas Baader und Gudrun Ensslin 1968. Damals wurden die beiden als Kaufhausbrandstifter verurteilt.
1972 wurde Ulrike Meinhof in Hannover verhaftet. Seither kämpfte die zweite Generation der RAF für ihre Freilassung.
Am 24. April 1975 stürmten RAF-Terroristen die bundesdeutsche Botschaft in Stockholm und ermordeten zwei Menschen.
Im April 1977 tötete die RAF Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Bis heute ist nicht geklärt, wer die tödlichen Schüsse abgab.
Polizisten vor dem Haus von Jürgen Ponto: Im Juli 1977 versuchten die RAF-Mitglieder Susanne Albrecht, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar den Vorstandssprecher zu entführen. Als sich Ponto wehrte, wurde er erschossen.
Mit dem 5. September 1977 begann die schwierigste Bewährungsprobe für Kanzler Helmut Schmidt: Ein RAF-Kommando entführte Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer in Köln. Drei Polizisten und der Fahrer wurden bei der Geiselnahme getötet.
Am 5. September 1977 wendet sich Bundeskanzler Helmut Schmidt in einer Fernsehrede direkt an die Entführer des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. "Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber sie sollten sich nicht täuschen. Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chancen, denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus steht der Wille des gesamten Volkes", sagt Schmidt. "Der Staat muss darauf mit aller notwendigen Härte antworten."
Schmidt blieb im Deutschen Herbst bei seiner harten Haltung. Verhandlungen mit den Terroristen lehnte der Kanzler entschieden ab.
RAF-Anführer Andreas Baader. Er gehörte zu den Terroristen, den Schleyers Entführer freipressen wollten.
Am 13. Oktober 1977 entführen vier palästinensische Terroristen die "Landshut". Sie bringen 82 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder in ihre Gewalt. Damit wollen sie die inhaftierten RAF-Mitglieder freipressen.
Die RAF-Terroristin Verena Becker gehörte zu den Häftlingen, die 1975 von der Bewegung 2. Juni freigepresst worden war. Für Helmut Schmidt stand daraufhin fest, dass er sich niemals erpressen lassen werde.
Das Hochsicherheitsgefängnis in Stuttgart-Stammheim. Nach dem Sturm auf die "Landshut" nahmen sich die dort inhaftierten RAF-Anführer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe das Leben. Es war das Ende des Deutschen Herbstes.