Herman Cain Eine verpatzte Kampagne
Ein Kandidat wirft das Handtuch: Am 3. Dezember verkündete Herman Cain vor Anhängern in Atlanta, dass er seine Präsidentschaftskandidatur "aussetzen" will - was einem Ende seiner Ambitionen auf das höchste Staatsamt gleichkommt.
Sie stand im Hintergrund und applaudierte: Ehefrau Gloria, mit der Cain angeblich "im Reinen" ist.
Cain führte lange Zeit das Feld der republikanischen Bewerber an - dann meldeten sich mehrere Frauen mit Vorwürfen zu Wort, Cain hätte sie sexuell bedrängt und belästigt.
Die jüngste Enthüllung besiegelte Cains Schicksal: Geschäftsfrau Ginger White behauptet, sie habe 13 Jahre lang eine Affäre mit Cain gehabt. Zum Beweis wartete sie mit SMS auf.
"Ich habe nichts falsch gemacht": Cain wies die Vorwürfe zurück - noch bevor das Interview mit White ausgestrahlt wurde. Es habe sich lediglich um eine "Bekanntschaft" gehandelt.
Seit Wochen gibt es Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Cain: Sharon Bialek zum Beispiel behauptet, Cain habe sie bei einem Treffen unsittlich berührt. Sie hatte ihn um Hilfe bei der Jobsuche gebeten.
Cain sagte, er wolle sich notfalls an einen Lügendetektor anschließen lassen, das erspart er sich nun. Im Wahlkamf hatte er sich zuletzt in Interviews peinliche außenpolitische Patzer geleistet.