Highlights Gadget-Flut auf der CES
Nicht 1955: Da waren die 3-D-Brillen noch rot-grün. Die aktuelle Technik setzt gemeinhin auf Shutter-Brillen, kommt ohne aber auch nicht aus, weshalb der Blick ins Publikum hier so wirkt, als sei man auf der Jahreshauptversammlung der Men in Black gelandet. 3D ist das große Thema der CES 2010.
Und Mobilität in jeder Form: Hier zeigt ein Touchpad von Hanvon, wie sich viele Hersteller das Thema Tablet vorstellen - als Kompromiss zwischen Sofa-Surfbrett, Videoplayer und E-Book-Reader. Die Technik kennt man aus Netbooks, Intels Atom und Windows 7 setzen die Standards.
Digitaler Lifestyle: Technik war einmal ein Thema für Nerds, inzwischen ist sie Mainstream - und im Extremfall ein Modethema. Mode sind beispielsweise Flip-Kameras jeder Ausprägung - kleine HD-Filmkameras, die man immer dabeihaben soll ...
... um das Rohmaterial zu produzieren, das dann so schnell wie unkompliziert bei YouTube und Co. landen soll: Nicht von ungefähr nennt Sony seine Minikamera-Produktlinie "bloggie", denn ...
... genau dafür sind die Dinger gedacht. So unkompliziert wie irgendwie möglich qualitativ gute Bilder und Filme ...
... zu produzieren: Bewegtbild fangen die Sony-Minikameras in HD, Fotos mit immerhin 5 Megapixeln ein. Kameras "für die Generation Internet" seien das, dichten die Poeten in Sonys Werbeabteilung. Tatsächlich: In den USA gibt es schon einen regelrechten Minikamera-Boom. Die hier gibt es bald ab 169 Euro. Im Bild: Die MHS-CM5 für 199 Euro.
Ein Netbook? Lenovos IdeaPad U1 hätte nicht so viel Aufmerksamkeit erregt, wenn das so wäre. Die Mini-Flunder ist eine Art Hybrid zwischen Netbook und ...
... Tablet, denn das Display lässt sich herausnehmen und als Surfbrett separat nutzen. Lenovo ist nicht die einzige Firma, die auf diese Idee gekommen ist, aber schicker hat bisher niemand ein Netbook/Tablet on demand umgesetzt.
Crayola Boombox: Ein Gadget für die kleinen - mit technischen Daten, die ihresgleichen suchen. Denn welcher CD-Player, welches Kofferradio kann schon von sich behaupten, mit drei auswechselbaren Front-Panels ausgeliefert zu werden - und einem Transportfach für Buntstifte und Wachsmalkreiden?
Pragmatisch und schwer praktisch: Der Netgear Stora MS2110 ermöglicht jederzeit und von jedem Ort Zugriff auf idigitale Daten - er ist ein "Home Media Storage Server". Auch das liegt im Trend, der Stora ist ein heißer Kandidat auf eine CES-Auszeichnung. Das Ding verteilt alles, von Fotos auf Bilderrahmen bis zu Blu-ray-Filmen über das Heimnetzwerk.
Mega-trendy: Im Kielwasser des Kindle kommt nicht nur das schmucklos "E6" genannte E-Book von Samsung auf uns zu, sondern ...
... auch zahlreiche artverwandte Geräte, wie hier ViewSonics VEB612. Die Hoffnung ...
... auf einen Massenmarkt macht die E-Book-Reader zu Massenartikeln, zumindest aber zu einer Geräteklasse mit massig Auswahl. Das verspricht baldigst fallende Preise: Wer will wetten, wann die ersten Reader in den Sonderangeboten der Discounter auftauchen? Wir tippen: Spätestens zum Weihnachtsgeschäft, vielleicht schon zur Urlaubszeit im Sommer.
Auch Sony legt nach: Beim "Daily Edition" E-Reader soll wohl Nomen est Omen gelten - das schlanke Teil will per 3-G-Mobilfunk mit aktuellen Zeitungsinhalten befüttert werden. Wie lange dauert es noch, bis es E-Reader als Lockstoff für Zeitungsabos gibt? Finanziell würde sich das schnell lohnen: Die 399 Dollar für das Lesegerät könnte man gegen eingesparte Druck- und Vertriebskosten wohl relativ schnell aufrechnen.
Zumal nun auch die Preiswert-Varianten kommen: Der Astak PocketPRO-Reader wird per SD-Karte befüttert, hält dann bis zu 8000 Bücher vor und spielt alternativ natürlich auch MP3s. Preis bei Markteinführung: 199 US-Dollar, aber so was ändert sich schnell. Wie lange noch, bis erste E-Reader die Discount-typische 129-Euro-Hürde reißen?
Casio kann's noch: Der flache Beamer XJ A155 Hero ist der erste quecksilberfreie Projektor mit hoher Lichtleistung. Bis zu 3000 Ansi-Lumen bringt die Hybridlichtquelle auf die Leinwand - mit Laser und LED.
Mini-Netbook: Gibt es ein Leben unterhalb der magischen 10-Zoll-Grenze? Klar, Smartphones machen es vor - und das Viliv N5 möchte sich irgendwo zwischen Smartphone und Netbook als "mobiles Internetgerät" positionieren. Die Gretchenfrage ist nur, wie viele Nischen der Markt hergibt.