Hindenburgs Vermächtnis - DER SPIEGEL
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Hindenburgs Vermächtnis Tod zur rechten Zeit

Lange verachtete Reichspräsident Paul von Hindenburg den aufstrebenden Adolf Hitler. In seinem Testament nannte er ihn dann "mein Kanzler". Für den künftigen "Führer" war es der Ritterschlag, der ihm die Macht sicherte - auch, wenn der etwas nachhalf und einen Teil des Dokuments verschwinden ließ. Von Ernst Piper
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"Deutschlands Stolz!": Kaiser Wilhelm II. und der Generalstabschef Paul von Hindenburg auf einer Propaganda-Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg. Anfang der Dreißiger war der inzwischen zum Reichspräsidenten aufgestiegene Hindenburg einer der prominentesten Monarchisten.

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Staatsakt für Hindenburg: Hitler ließ Hindenburgs Leichnam in einer perfekten Inszenierung nationalsozialistischer Machtausübung zum Tannenberg-Denkmal überführen, das an Hindenburgs Sieg über die Russen im August 1914 erinnerte.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Bayerische Staatsbibliothek / Heinrich Hoffmann
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Hindenburgs Beerdigung: Hitler ließ Hindenburg als den "Sieger von Tannenberg" prunkvoll beisetzen. Dabei rief er: "Toter Feldherr, geh' nun ein in Walhall!"

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Bayerische Staatsbibliothek / Heinrich Hoffmann
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Propaganda per Postkarte: Eine Postkarte verherrlicht den Tag der "Machtübernahme" Hitlers und spannt den greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg vor den Nazi-Karren. Der Text lautet: "Der historische Tag: 30. Januar 1933".

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Abschied vom Gut: Bereits die Überführung Hindenburgs von seinem Gut Neudeck in Westpreußen zum Tannenberg-Denkmal ließ Hitler prunkvoll inszenieren.

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Bad in der Menge: Nach der Ernennung Hitlers durch Hindenburg kommt es vor dem Reichspräsidentenpalais in der Wilhelmstraße 77 zu Sympathiebezeugungen für den neuen Reichskanzler.

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Handschlag mit Hindenburg: Reichspräsident von Hindenburg wird von Reichskanzler Hitler und Reichswehrminister von Blomberg vor der Garnisonskirche in Potsdam begrüßt.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-16082

Foto: Das Bundesarchiv/Georg Pahl
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Beschwichtigung und Vereinnahmung: Der historische Tag von Potsdam am 21. März 1933. Reichspräsident von Hindenburg in der Garnisonkirche während der Rede Adolf Hitlers, der von einer "Vermählung zwischen den Symbolen der alten Größe und der jungen Kraft" predigte.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-16093

Foto: Das Bundesarchiv/Georg Pahl
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Vereinnahmung mit Hintergedanken: Hitler, mit einem dunklen Cutaway auf Staatsmann getrimmt, verbeugt sich am 21. März 1933 vor Reichspräsident von Hindenburg. Der hat zu dieser Zeit eine starke Abneigung gegen den "böhmischen Gefreiten", wie er Hitler gern nennt.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-S38324

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Reichstagseröffnung: Vor Eröffnung des chauvinistischen Staatsaktes begibt sich der Reichspräsident Paul von Hindenburg (links), begleitet von seinem Sohn und Adjutanten Oberst Oskar von Hindenburg und Staatssekretär Otto Meißner, zum Gottesdienst in die Nikolaikirche.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-R96855

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Hindenburg und Hitler: Bei der NS-Maifeier im Berliner Lustgarten ließ Hitler den greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die Hauptrede halten, der neue Kanzler wollte dem 85-Jährigen so die Begeisterung der Jugend für den neuen deutschen Staat vor Augen führen. Hier fahren Hitler und Hindenburg im offenene Wagen zur Kundgebung.

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Hindenburg bei der Stimmabgabe: Reichspräsident Paul von Hindenburg gibt am 12. November 1933 im Wahllokal in der Jägerstraße in Berlin seine Stimme für die Einheitsliste der NSDAP ab.

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Von Papen verlässt das Wahllokal: Franz von Papen (M.) gehörte ursprünglich zur Zentrumspartei, aus der er im Juni 1932 austrat - kurz nachdem Hindenburg ihn zum Reichskanzler ernannt hatte. Unter Hitler wurde er 1933/34 Vizekanzler und war dann bei den Reichstagswahlen vom 12. November 1933 einer der wenigen Kandidaten auf der "Liste des Führers", die nicht der NSDAP angehörten.

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Im Schatten Hitlers: Ernst Röhms organisatorischem Geschick verdankte Hitler eine schlagkräftige Prügeltruppe, die den Nazis vielerorts die Herrschaft über die Straße sicherte. Nach der "Machtergreifung" fürchtete Hitler die Geister, die er gerufen hatte - und entledigte sich ihrer mit äußerster Brutalität. Von der Liquidierung ihrer Führungsriege erholte sich die SA nicht wieder, als Stütze von Hitlers Herrschaft diente fortan Heinrich Himmlers SS. Für den sogenannten Röhm-Putsch hatte Hitler die Rückendeckung Hindenburgs.

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Auf dem Weg zur vollständigen Macht: Hitler bei einem Besuch auf Gut Neudeck im westpreußischen Freystadt am 1. August 1934; neben ihm (v.l.) Wilhelm Brückner, Oskar von Hindenburg, der Sohn Pauls von Hindenburg, Otto Meißner und Ernst Ferdinand Sauerbruch. An diesem Tag erließ Hitler ein Gesetz, laut dem er nach dem Tod des Reichspräsidenten dessen Amt noch zusätzlich übernehmen würde.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Bayerische Staatsbibliothek / Heinrich Hoffmann
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Auf dem Totenbett: Paul von Hindenburg starb am 2. August 1934 auf Gut Neudeck, wo er auch aufgebahrt wurde.

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Aufbahrung des Präsidenten: Hitler machte aus dem Tod Hindenburgs einen pompösen Staatsakt. Allerdings hatte er bereits sehnsüchtig auf das Ableben des Reichspräsidenten gewartet, denn nun war er Parteiführer, Regierungschef, Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte und hatte damit eine nahezu unbegrenzte Machtfülle erreicht.

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Letzter Gruß für den Präsidenten: Nach der Beerdigung Hindenburgs rief sein Sohn Oskar im Rundfunk dazu auf, für Hitler als Nachfolger seines Vaters zu stimmen. Bei der Volksabstimmung am Tag darauf votierten knapp 90 Prozent dafür.

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Von Blomberg: Reichswehrminister General von Blomberg. Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde. Das Buch stammt aus dem Erbe meines Großvaters aus Stuttgart, der starker Raucher war und alle Fotos eingeklebt hat.

Foto: Peter Wacker
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Sammelbild Nr. 2: Reichskanzler Adolf Hitler. Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit" (ca. 1934), herausgegeben von der Zigarettenmarke CLUB. Die CLUB-Packung kostete damals 3 1/2 Pfennige und beinhaltete 3 Zigaretten sowie einen Schein, der berechtigte, diesen gegen ein "Bromsilber Foto im Doppelformat" einzulösen. Dieses konnte dann in ein Sammelbuch (75 Pfg.) mit total 156 Fotos eingeklebt werden.

Foto: Peter Wacker
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Nächtlicher Umzug: "Fackelzug der nationalen Verbände in Kiel anläßlich der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler in der Nacht zum 2.2.33". Die CLUB-Sammelbilder hatten eine Größe von 8,2 x 5,5 cm.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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"Tag der nationalen Arbeit": Reichspräsident von Hindenburg spricht zur deutschen Jugend im Berliner Lustgarten. Aufnahme vom 1. Mai 1933.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Paul von Hindenburg: Reichspräsident von Hindenburg spricht am "Tag der Arbeit" 1933 im Berliner Lustgarten zur Jugend, die ihn mit dem Hitlergruß feiert.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Reichspräsident: Das Bild Nr. 1 im CLUB-Sammelbuch zeigt den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Gedenkfeier: In der Staatsoper Berlin wurde am 12. März 1933 der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gedacht. In der Mitte sitzen Adolf Hitler und Paul von Hindenburg.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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In Reih und Glied: "Hindenburg schreitet die Front der SA ab nach der Trauerfeier in der Berliner Staatsoper am 12.3.33".

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Ehrenkompanie: Reichspräsident von Hindenburg beim Abschreiten der Front der Ehrenkompanie vor der Garnisonkirche in Potsdam am Morgen des 21. März 1933.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Ehrenfeier: Ansprache des Oberpräsidenten Koch während der Hindernburg-Ehrung im Tannenberg-Denkmal.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Feier im Ehrenhof: Reichspräsident Paul von Hindenburg wurde im Tannenberg-Denkmal beigesetzt.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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Bild Nr. 146: Ausmarsch der Fahnen der alten preußischen Regimenter bei der Hindenburg-Ehrung im Tannenberg-Denkmal 1934.

Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", welches ca. 1934 von der Zigarettenmarke CLUB herausgegeben wurde.

Foto: Peter Wacker
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