Historische Aufreger - DER SPIEGEL
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Historische Aufreger Skandal total

Nackte Kinohelden, skrupellose Politiker, geldgierige Manager: Die Geschichte der Bundesrepublik ist auch eine Geschichte der Skandale. Jetzt werden die 20 größten Aufreger aus den vergangenen 50 Jahren in einer Ausstellung präsentiert. einestages zeigt die Höhepunkte.
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Einige Sekunden nackt: Der Film "Die Sünderin" mit der blutjungen Hildegard Knef in einer Hauptrolle war der erste Skandal der jungen Republik.

Foto: DDP
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Die Verführerin: Rosemarie Nitribitt in Dessous - für prüde Fünfzigerjahre-Gemüter ein unerhört erotischer Schnappschuss, den wahrscheinlich einer ihrer Kunden von ihr machte. Gleichzeitig dokumentiert das Foto, wie Rosemarie Nitribitt sich am liebsten inszenierte - sexy und doch damenhaft, teuer gekleidet, in edlem, geschmackvollen Ambiente.

Foto: Sammlung Polizeipräsidium Frankfurt am Main
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Die Nitribitt und das Geschäft: Wie man die eigene Haut raffiniert zu Markte trägt, wusste sie genau: Dieses laszive Motiv ließ Rosemarie Nitribitt im Sommer 1955 von einem Profi-Fotografen machen. Sie posierte in ihrem Opel Kapitän, den sie später durch ein Mercedes-Coupé ersetzte.

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Skandalnudel Strauß: Immer für einen Skandal gut war der CSU-Politiker Franz Josef Strauß. In der Fibag-Affäre hatte er 1961 dem US-Verteidigungsminister empfohlen, einen Auftrag zum Bau von Wohnungen einer Firma zu erteilen, an der Strauß selbst über einen Mittelsmann beteiligt war. Als Verteidigungsminister beschaffte er Anfang der 60er Jahre gegen alle Widerstände den umstrittenen Kampfjet "Starfighter", was zu Korruptionsvorwürfen gegen ihn führte, die ein Untersuchungsausschuss des Bundestags jedoch nicht erhärtete. Und in der SPIEGEL-Affäre versuchte Strauß, ein kritisches Nachrichtenmagazin mundtot zu machen.

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Fatale Folgen der Schlaftablette Contergan: Allein in Deutschland kamen rund 5000 Babys mit Missbildungen auf die Welt. Das Foto vom 10. Dezember 1968 zeigt "Contergan-Kinder" beim Schwimmunterricht in Lämershagen bei Bielefeld.

Foto: AP
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Start eines Skandals: Horst-Gregorio Canellas (Mitte), Präsident des Bundesliga-Absteigers Kickers Offenbach, löste den Bundesliga-Skandal aus, als er an seinem 50. Geburtstag Fußballfunktionäre und Pressevertreter zu sich nach Hause einlud und ihnen ein Tonband vorspielte, das belegte, das Bundesligaspiele der Saison 1970/71 verschoben worden waren.

Foto: dpa
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Reinhard "Stan" Libuda: "Keiner kommt an Gott vorbei, außer Stan Libuda", glaubt man bis heute in Gelsenkirchen-Schalke. Doch der Nationalspieler, hier links im Bild während eines Zweikampfs im DFB-Pokalfinale 1969, ließ sich in der Bundesliga-Saison 1970/71 fürs schlecht Spielen bezahlen: Wie 52 andere Spieler, Trainer und Funktionäre war er in den Bundesliga-Skandal verwickelt.

Foto: DPA
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Angeklagte Brauchitsch und Friderichs: Der politische "Landschaftspfleger" und sein Bankier - Ex-Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch und der ehemalige Dresdner-Bank-Boss und Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs verlassen das Bonner Landgericht, vor dem sie sich wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verantworten mussten. Auch der dritte Angeklagte war in der Person von Ex-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff äußerst prominent. Am Ende des Verfahrens wurde gegen von Brauchitsch eine Bewährungsstrafe verhängt, gegen Friderichs und von Lambsdorff Geldstrafen.

Foto: KARL-HEINZ KREIFELTS/ AP
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Uwe Barschels Ehrenwort: Im Kieler Landeshaus gab Uwe Barschel am 18. September 1987 die berühmte "Ehrenwort"-Pressekonferenz. Damals behauptete er, nichts mit den schmutzigen Machenschaften im schleswig-holsteinischen Wahlkampf zu tun gehabt zu haben.

Foto: DPA
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Philipp Jenninger und Ida Ehre: Der Bundestagspräsident stolperte über einen klassischen Fallstrick der bundesdeutschen Politik, nämlich den angemessenen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Ihm wurde vorgeworfen, sich in seiner Rede, die er am 10. November 1988 zum Gedenken an den 60. Jahrestag der Novemberpogrome im Deutschen Bundestag gehalten hatte, nicht ausreichend bemerkbar vom dunkelsten Kapitel der deutschen Vergangenheit distanziert zu haben.

Foto: AP
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"Amigo" Max Streibl: Als bayerischer Ministerpräsident musste er 1993 seinen Hut nehmen, weil er sich von einem befreundeten Unternehmer zu Fernreisen hatte einladen lassen. Hier grüßt er freundlich beim Besuch des Korbmarktes im oberfränkischen Lichtenfels.

Foto: dpa
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Altkanzler Kohl bei CDU-Veranstaltung: Der Pfälzer war veantwortlich für den zweiten "Ehrenwort"-Skandal, der die deutsche Politik erschütterte. Als CDU-Parteivorsitzender hatte er Zuwendungen von anonymen Spendern angenommen und damit gegen das von ihm selbst unterzeichnete Parteiengesetz verstoßen. Auch später noch weigerte er sich, die Namen der großzügigen Kohl-Fans offenzulegen und begründete dies damit, das er ihnen sein Ehrenwort gegeben habe.

Foto: AP
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60 Millionen Gründe für Heiterkeit: Klaus Esser und Josef Ackermann vor Beginn des Strafprozesses, in dem sie sich wegen des Vorwurfs der schweren Untreue verantworten mussten. Esser hatte sich bei der Übernahme von Mannesmann durch den Konkurrenten Vodafone einen "goldenen Handschlag" von fast 60 Millionen D-Mark genehmigen lassen, Ackermann als Mitglied des Unternehmenspräsidiums zugestimmt. Der Prozess endete mit einem Freispruch zweiter Klasse - doch die gesellschaftliche Diskussion um angebliche Manager-Gier war nicht mehr zu stoppen.

Foto: DPA
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Skandal-Gewerkschafter: Auch Klaus Zwickel, ehemaliger Chef der IG Metall, musste sich im Mannesmann-Prozess wegen des Vorwurfs der Untreue verantworten. Er hatte sich im Mannesmann-Präsidium der Stimme enthalten und so die Millionen-Prämie für Ex-Manager ermöglicht.

Foto: dpa
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Verhaftung Augsteins: Insgesamt 103 Tage verbrachte SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein 1962/63 im Gefängnis. Dorthin gebracht hatte ihn Franz Josef Strauß, der einen Landesverrat witterte, nachdem das Nachrichtenmagazin in dem Artikel "Bedingt abwehrbereit" aus einem streng vertraulichen Nato-Papier zitiert hatte.

Foto: DER SPIEGEL
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Durchsuchung des SPIEGEL: Vier Wochen lang hielten Polizisten die Redaktionsräume des SPIEGEL in Hamburg besetzt. Das Nachrichtenmagazin konnte während dieser Zeit nur deshalb weiter erscheinen, weil Konkurrenzblätter aus Sorge um die Pressefreiheit den SPIEGEL-Kollegen Büros und Druckmaschinen zur Verfügung stellten.

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Zeuge Flick: Über 25 Millionen D-Mark waren von 1969 bis 1980 aus den Taschen von Flick an alle im Bundestag vertretenen Parteien geflossen. Durch Sondererlaubnis der Wirtschaftsminister Hans Friderichs und Otto Graf Lambsdorff sparte Flicks Unternehmen fast eine Milliarde D-Mark an Steuern. Friderichs und Lambsdorff mussten sich später vor Gericht verantworten und wurden jeweils zu Geldstrafen verurteilt, gegen Flick selbst wurde nie Anklage erhoben. Lediglich einem Untersuchungsausschuss des Bundestages musste er Rede und Antwort stehen.

Foto: dpa
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SPIEGEL-Titel 45/1962: Die SPIEGEL-Ausgabe, die nach der Versiegelung der Redaktion durch die Staatsanwaltschaft, bei befreundeten Redaktionen gedruckt worden war.

Foto: DER SPIEGEL
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