Historische Krim-Krisen - DER SPIEGEL
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Historische Krim-Krisen "Der Ruhm Russlands, der Stolz der Sowjetunion"

Für Russland ist die Krim ein symbolbeladener Ort. Über Jahrhunderte führten Ukrainer, Russen und der Westen erbitterte Auseinandersetzungen um die Halbinsel - und die Krim wurde immer wieder zum Kriegsschauplatz. Die Argumente von damals und heute ähneln sich mitunter frappierend.
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Kavalleriecamp: Die bekannteste der militärischen Auseinandersetzungen, die sich im Laufe der Geschichte auf der Krim abspielten, ist bis heute der Krim-Krieg. Er wurde längst nicht nur auf der Krim ausgefochten, faktisch aber dort entschieden. Russland hatte 1853 versucht, sich Gebiete aus dem geschwächten Osmanischen Reich einzuverleiben - besonders wichtig erschien dem Zaren die Kontrolle über die türkischen Meerengen. Der Versuch löste einen ungeahnt verlustreichen Flächenbrand aus: Großbritannien, Frankreich und das Königreich Sardinien eilten dem Osmanischen Reich zur Hilfe - und eroberten 1855 schließlich die Halbinsel Krim.

Die Aufnahme zeigt ein militärisches Zeltlager bei Kadikoi in der heutigen Ukraine, fotografiert 1855 von Roger Fenton.

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Krieg in Wort und Bild: Da zum Ausbruch des Krim-Kriegs 1853 die Telegrafie bereits weitverbreitet war, wurde der Konflikt zum Ursprung der modernen Kriegsberichterstattung. Binnen kürzester Zeit wurden Berichte von der Front mit Hilfe des Telegrafen an Redaktionen in ganz Europa übermittelt.

Gleichzeitig gilt der Krim-Krieg als erster Krieg, der umfangreich in Fotoreportagen eingefangen wurde. Vor allem der US-Fotograf Roger Fenton wurde bekannt für die rund 360 Aufnahmen, die er an Kriegsschauplätzen auf der Krim machte - darunter dieses Foto von dem Ort Balaklawa im Jahr 1855.

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Strategisch wichtige Position: Auch während des Zweiten Weltkriegs spielte die Vormachtstellung auf der Krim eine wichtige Rolle - im Krieg zwischen dem NS-Reich und der Sowjetunion. Ende 1941 war es der Wehrmacht gelungen, den größten Teil der Halbinsel unter ihre Kontrolle zu bringen, doch die Hafenstadt Sewastopol konnte sich noch bis in den Sommer 1942 halten. Von der Krim aus wollten die Deutschen das weitere Vordringen der Wehrmacht in Richtung Kaukasus vorbereiten.

Das Bild zeigt ein Gefecht zwischen einem deutschen Maschinengewehr-Standpunkt und der sowjetischen Artillerie im Mai 1942.

Foto: AP
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Stadt in Trümmern: Als Großbritannien, Frankreich und das Königreich Sardinien im Krim-Krieg dem Osmanischen Reich zur Hilfe kamen, weitete sich der ursprünglich russisch-türkische Krieg zu einer europäisch-russischen Krise aus. Im Oktober 1854 begannen die alliierten Truppen die fast einjährige Belagerung der Stadt Sewastopol, die am 8. September 1855 mit dem Abzug der russischen Verteidiger endete. Die Aufnahme zeigt eine russische Stellung nach der Eroberung durch die Alliierten.

"Das zerstörte Pompeji befindet sich in einem guten Zustand im Vergleich zu Sewastopol", schrieb der Schriftsteller Mark Twain bei einem Besuch der Hafenstadt - zehn Jahre nach dem Konflikt.

Foto: Getty Images
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Weltpolitik auf der Krim: Josef Stalin, Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill, in der Tischmitte von links nach rechts, sitzen bei einem Essen während ihrer Zusammenkunft in Jalta am 11. Februar 1945. Die später weltberühmte Konferenz in einer ehemaligen Sommerresidenz der Zaren war das zweite von insgesamt drei Gipfeltreffen der alliierten Staatsoberhäupter während des Zweiten Weltkriegs. Hier diskutierten die "Großen Drei" unter anderem über die Aufteilung des NS-Reiches nach dem Krieg sowie das Vorgehen im Krieg gegen Japan.

Foto: AP
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Erneut zerstört: Von den Gebäuden der Stadt Sewastopol sind nach der Einnahme durch die deutschen Truppen 1942 nach fast einem Jahr Belagerung nur noch Schutt und Ruinen übrig. Die Aufnahme entstand im Frühjahr 1943. Ein Jahr später konnte die Rote Armee das Gebiet zurückerobern.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Siegfried Lauterwasser
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Pause vom Kampfgeschehen: Luftwaffensoldaten des KG 51 "Edelweiß" schreiben im Juli 1942 auf einem Feldflugplatz in Bagerowo auf der Krim Briefe. Sie waren seit dem Winter zur Unterstützung der deutschen Truppen auf der Krim stationiert.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Siegfried Lauterwasser
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Angriff deutscher Truppen: Deutsche Infanteristen stürmen über einen Panzergraben in das Innere der Befestigungsanlagen vor Perekop auf der Krim im Oktober 1941. Das Dorf liegt an einem strategisch wichtigen Punkt - auf der Landenge, die die Halbinsel mit dem ukrainischen Festland verbindet - und war daher immer wieder Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Willi Weber
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Dauerhafte Nutzung: Ein Matrose der Schwarzmeerflotte richtet am 20. März 1996 in der Marinebasis in Sewastopol eine sowjetische Marineflagge am Bug eines U-Boots aus. Auch heute noch wird der Stützpunkt von der russischen Marine genutzt - vertraglich geregelt ist die russische Militärpräsenz bis 2042. Russland zahlt dafür Pachtgebühren an die Ukraine.

Foto: AP
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Schwarzmeerflotte: Zwei Mädchen winken auf diesem undatierten Bild den Schiffen der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol zu. Die Stadt auf der Krim ist bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts der Hauptstützpunkt der Flotte.

Foto: dpa
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