Historische Kriminalfälle Das Rätsel des Eisenbahn-Bombers
Verhaftung des Attentäters: Nach intensiven Ermittlungen stand am 7. Oktober 1931 fest, wer der Attentäter war. Tags zuvor war Sylvester Matuska verhaftet worden. Nach anfänglichem Leugnen legte er sehr bald ein umfassendes Geständnis ab - doch seine Motive sind bis heute unklar.
"Für einen erschossenen Arbeiter fallen zwei Schupo-Offiziere": Der Anschlag vom 8. August 1931 auf die stark befahrene Eisenbahnstrecke südlich von Berlin rückte bald in den Hintergrund. Denn am Tag darauf wurden auf dem Bülowplatz in Berlin, nur wenige Schritte von der KPD-Parteizentrale entfernt, die Polizeioffiziere Paul Anlauf und Karl Lenck erschossen worden. In beiden Fällen wurden die Täter in KPD-Kreisen vermutet.
Das Karl-Liebknecht-Haus am Bülowplatz: Hier war in den dreißiger Jahren der Sitz der Parteizentrale der KPD in Berlin. Auf dem Bülowplatz davor hielten KPD-Mitglieder und Sympathisanten mehrfach Versammlungen ab, was der zu dieser Zeit immer größer werdenden faschistischen Bewegung ein Dorn im Auge war. Immer wieder kam es deshalb dort zu Schlägereien.
Schienenkrieg: Während des Großen Vaterländischen Krieges zwischen 1941 und 1945 griffen belorussische Partisanen im sogenannten Schienenkrieg Tausende Versorgungszüge der deutschen Wehrmacht an und zerstörten sie.
"Trainkiller": 1982 wurde die Geschichte des Eisenbahnattentäters Sylvester Matuska unter dem Titel "Viadukt" (auch: "The Train Killer") mit Armin Müller-Stahl in einer Nebenrolle verfilmt. Unter dem Titel "Der Fall Sylvester Matuska" zeigte 1983 das ZDF den Film.