Historische Mordfälle Der Katakomben-Kommissar
Hier bei der Arbeit: Das aufmerksame studieren alter Akten gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Ermittlung in alten Morddelikten. Hier Kriminalhauptkommissar Hans-Peter Schühlen bei den Ermittlungen zu einem Fall.
Ungeklärte Tötungsdelikte: Im Keller des Polizeipräsidiums in Stuttgart füllen die gelösten Mordefälle zwei komplette Regalreihen. Die ungeklärten Delikte, wie hier zu sehen, nur wenige Fächer. Ein bereit gestellter Karton mit Beweismitteln wartet schon auf die nähere Begutachtung durch Kriminalhauptkommissar Schühlen.
200 Ordner, ein Fall: Wie in diesem Fall, füllt eine Mordsache manchmal 200 Ordner. Die schriftlichen Dokumente zu Fällen aus den Vierzigern hingegen füllen oft nicht mehr als eine Schulmappe.
Vergilbte Zeugen: Manche Mordfälle an denen Hans-Peter Schühlen arbeitet, liegen über 60 Jahre zurück. Im Keller des Polizeipräsidiums Stuttgart warten sie darauf, von dem Kriminalhauptkommissar wieder hervorgeholt zu werden.
Die Stadt hinter sich: Kriminalhauptkommissar Hans-Peter Schühlen auf dem Balkon des Polizeipräsidiums in Stuttgart. "Die Menschen freuen sich, wenn sie merken, dass die Polizei einen Mord auch nach vielen Jahren nicht einfach zu den Akten gelegt hat."
Kriminaltechnik früher: Um festzustellen, ob die Kugel auch wirklich mit der vorliegenden Waffe abgefeuert wurde, untersucht ein Kriminaltechniker des LKA Baden Württemberg eine Patronenhülse die am Tatort gefunden wurde.
DNA-Spurensicherung: Eine Assistentin im Kriminaltechnischen Institut im LKA-Stuttgart untersucht einen Wegwerf-Rasierer auf menschliche Zellkerne für einen genetischen Fingerabdruck.
Tatort Computer: Um den Tatort zu erhalten, haben Kriminalbeamte heute die Möglichkeit, mit einem 3D-Laserscanner die Tatorte zu scannen. Im Computer werden diese Scans dann zu dreidimensionalne Räumen, die der ermittelnde Kommissar noch Jahrzehnte nach der Tat virtuell durchschreiten kann.
DNA-Reproduktion: In diesem Gerät werden kleinste DNA-Spuren reproduziert, um genug Material für eine Analyse zu erhalten.
Kleine Verräter: An Handschuhen, Polstern oder auch an dem Seil mit dem ein Opfer erdrosselt wurde, bleiben unweigerlich Hautspuren zurück. Schon diese mikroskopisch kleinen Beweise, reichen für einen genetischen Fingerabdruck. Diese beiden Mitarbeiterinnen des LKA Baden Württemberg sind also tatsächlich auf Spurensuche.
Farbspuren: Wird in den kriminologischen Labors DNA untersuchte, erscheinen die Ergebnisse auf dem Bildschirm in einem Raster aus Farben.
Alles im Lack: Auch Lackspuren oder Fussel von Textilien können zur Entlarvung des Täters führen. Denn bei einer Analyse lassen sich Material und Herkunft oft genau festlegen.
Oliver Hoffmann: "Er hat dieses akribische Gespür an den einzelnen Dingen dran zu bleiben", so Hoffmann, der Leiter des Dezernats 1.1, dem Morddezernat von Stuttgart.
Beweisstück im Beutel: Damit keine Fremdspuren wie Fingerabdrücke, Hautschuppen oder Haare an die Beweisstücke gelangen, werden diese in Plasikbeuteln verwahrt.
Beweisfotoapparate: Nicht nur die Bilder auf diesen Kameras könnten zur Lösung in einem Mordfall beitragen. Auch kleinste Hautspuren auf den Geräten, können Material für einen genetischen Fingerabdruck liefern.
Winzige Helfer: Nicht nur die Adressen in diesem Buch können Mordermittler Schühlen auf eine Fährte führen, auch kleinste Spuren auf Einband und Papier können bei Überführung des Täters helfen.
Auf Spurensuche: Damit die Mitarbeiter des Kriminaltechnischen Instituts vom LKA Stuttgart nicht selbst Spuren auf den Beweisstücken hinterlassen, müssen sie Gummihandschuhe tragen.
Achtung Spurenträger: Heute ist es kaum noch möglich, keine Spuren zu hinterlassen. Aus Blut, Haaren und sogar mikroskopisch kleinen Hautschüppchen kann im Labor DNA-fähiges Material gewonnen werden.
Unter die Lupe genommen: Daktyloskopie nennt sich die Wissenschaft bei der Fingerabdrücke auf Gemeinsamkeiten hin untersucht werden. Heute werden alle diese Spuren in einer großen Datenbank erfasst und können per Computer verglichen werden. Doch um wirklich sicher zu gehen, wird jeder Abdruck zusätzlich manuell von einem Experten untersucht.
Foto-Labor: Auch wenn diese Gerätschaften ein bisschen aussehen wie aus einem Science-Fiction-Film, handelt es sich hierbei nicht um neueste Ermittlungstechnologie, sondern um das Fotolabor des LKA Baden Württemberg im Jahre 1977.
Im Fotolabor: Früher, als es noch keine Laser-Scanner gab, mit denen man Tatorte einfach komplett im Computer nachbilden konnte, waren Beweisfotos eines der wichtigsten Mittel für die Untersuchung eines Falles. Hier: das Fotolabor des LKA Baden Württemberg.