Blick hinter die Kulissen Flugzeuge unter Bäumen
"Kuno 1": Das Bild zeigt eine unfertige Me 262 im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim im April 1945. Die Triebwerke sind nicht mehr montiert. "Kuno 1" war ebenso eine Tarnbezeichnung wie "Kuno 2", dem Waldwerk bei Burgau ebenfalls in der Nähe der Autobahn. Beide Waldwerke waren sogenannte Endmontagewerke, hier wurden die in anderen Waldwerken oder unterirdischen Fertigungsanlagen hergestellten Teile der Me 262 zusammengefügt. Krebs kam kurz vor Kriegsende nach Burgau und flüchtete dann in Richtung Innsbruck.
Gut getarnt: Me 262 und amerikanisches Halbkettenfahrzeug "Halftrack" im Waldwerk "Kuno 2" bei Burgau. Das Bild zeigt sehr gut, wie geschickt die geheimen Fabriken im Gehölz geschützt waren. Die Wohnbaracken und Fertigungshallen befanden sich zwischen engstehenden Baumstämmen und waren zusätzlich mit Tarnnetzen bedeckt.
Junger Soldat: Werner Krebs im Alter von 17 Jahren, unmittelbar nach seiner Einberufung zur Luftwaffe. Kurz danach kam er in die Waldfabrik nach Hessental bei Schwäbisch Hall, wo er an der Endmontage der Me 262 beteiligt war.
Als junger Mann: Das Passbild zeigt Werner Krebs im Jahr 1948, wenige Monate nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, im Alter von 21 Jahren. Krebs wurde Ingenieur und arbeitete später unter anderem in Japan.
Das Ehepaar Krebs: Werner Krebs und seine Frau Im Juli 2009.
Strahltriebwerk: Rechtes Triebwerk einer Me 262 im Waldwerk "Kuno 2" bei Burgau.
"Man beachte die Tarnnetze": "Sieben beschädigte Me 262 stehen hintereinander [...] außerhalb der Endmontagehalle 'Stauffen'. Man beachte die Tarnnetze, die hinten gespannt sind. Im Vordergrund führt eine eingleisige Bahnlinie entlang." So liest sich die Beschreibung der US-Soldaten, die diese Maschinen im April 1945 nach eigenen Angaben Regensburg-Obertraubling entdecken. Die Werksnummer spricht allerdings für einen anderen Ort: "Kuno 1" bei Leipheim.
Das Wunder aus dem Wald: Me 262 an der A8 beim Hofoldinger Forst südlich von München. Die Maschine wurde in Schwäbisch Hall gebaut, wo auch Werner Krebs arbeitete und dann dem Jagdverband (JV) 44 des Jagdfliegergenerals Adolf Galland zugeordnet. Sie ist noch mit Tarnlackierung angestrichen, was sie von den in den allerletzten Kriegsmonaten gebauten Maschinen unterscheidet.
Fette Beute: Monatelang versuchen die Alliierten vergeblich, eine intakte Me 262 zu erbeuten, um den deutschen Technikvorsprung für sich zu nutzen. Dann fällt den US-Soldaten buchstäblich ein Exemplar in die Hände. Messerschmitt Werkspilot Hans Fay landet bei einem Überführungsflug am 30.03.1945 auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt und ergibt sich. Die Me 262 wird zu Tests in die USA gebracht - und stürzt im August 1946 ab.
Strahlenschrott: Triebwerke der Me 262 im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen im April 1945. Die Strahltriebwerke namens Jumo 004 wurden von der Firma Junkers gebaut.
Camouflage: Mit Tarnnetzen geschützte Montagehalle und Taktstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim. Das Werk war eines der ersten seiner Art und befand sich in der Nähe des Fliegerhorstes Leipheim. Dorthin wurden auch die im Wald gefertigten Me 262 geliefert.
Pose der Sieger: Halle und Fertigungsstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen von US-Soldaten im April 1945. Eine genaue Zuordnung zu bestimmten Waldwerken ist nicht immer korrekt möglich, da die Bilder zum Teil erst Jahre später ausgewertet und katalogisiert wurden.
Inspektion: Taktstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen von US-Soldaten der 7. Armee im April 1945.
Leicht gebaut: Montagehalle in Leichtbauweise, vermutlich aufgenommen im Waldwerk bei Leipheim. Im Hintergrund Tragflächen für die Me 262, im Vordergrund ein Bugelement.
Nach den Bomben: Von der US Air Force getroffenes Messerschmitt-Werk in Regensburg-Prüfening, aufgenommen 1945.
Wrack auf der Autobahn: Zerstörte Me 262 auf der damaligen Reichsautobahn, der Abschnitt ist nicht genau zu verifizieren. Die Sprengung erfolgte durch deutsche Truppen, als diese sich vor den Alliierten zurückzogen, in diesem Fall mit Hilfe eines Sprengsatzes im Cockpit. Die Maschine hat noch keine Triebwerke und war nicht einsatzfähig.