Hitlers geheime Flugzeugfabriken - DER SPIEGEL
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Hitlers geheime Flugzeugfabriken Düsenjäger im Dickicht

Zum Schutz vor alliiertem Bombenhagel verlegte Hitlers Luftwaffe ihre Flugzeugproduktion in versteckte Waldlager. Auch der modernste Düsenjäger der Welt - die Me 262 - wurde im Gehölz montiert. Kurz vor Kriegsende hoben US-Soldaten die Geheimfabriken aus - und machten faszinierende Bilder deutscher Hochtechnologie.
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JV 44: Me 262 an der A8 beim Hofoldinger Forst südlich von München. Die Maschine wurde in Schwäbisch Hall gebaut und dann dem Jagdverband (JV) 44 des Jagdfliegergenerals Adolf Galland zugeordnet. Sie ist noch mit Tarnlackierung angestrichen, was sie von den in den allerletzten Kriegsmonaten gebauten Maschinen unterscheidet.

Alle Bilder wurden von Matthias Jansing zur Verfügung gestellt.

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"Kuno 1": Das Bild zeigt eine unfertige Me 262 im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim im April 1945. Die Triebwerke sind nicht mehr montiert. "Kuno 1" war ebenso eine Tarnbezeichnung wie "Kuno 2", ein Waldwerk bei Burgau ebenfalls in der Nähe der Autobahn. Beide Waldwerke waren sogenannte Endmontagewerke, hier wurden die in anderen Waldwerken oder unterirdischen Fertigungsanlagen hergestellten Teile der Me 262 zusammengefügt.

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Wrack auf der Autobahn: Zerstörte Me 262 auf der damaligen Reichsautobahn, der Abschnitt ist nicht genau zu verifizieren. Die Sprengung erfolgte durch deutsche Truppen, als diese sich vor den Alliierten zurückzogen. In diesem Fall mit Hilfe eines Sprengsatzes im Cockpit. Die Maschine hat noch keine Triebwerke und war nicht einsatzfähig.

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Rechtes Triebwerk einer Me 262 im Waldwerk "Kuno 2" bei Burgau

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Gut getarnt: Me 262 und amerikanisches Halbkettenfahrzeug "Halftrack" im Waldwerk "Kuno 2" bei Burgau. Das Bild zeigt sehr gut, wie geschickt die geheimen Fabriken im Gehölz geschützt waren. Die Wohnbaracken und Fertigungshallen befanden sich zwischen engstehenden Baumstämmen und waren zusätzlich mit Tarnnetzen bedeckt.

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Fette Beute: Monatelang versuchen die Alliierten vergeblich, eine intakte Me 262 zu erbeuten, um den deutschen Technikvorsprung für sich zu nutzen. Dann fällt den US-Soldaten buchstäblich ein Exemplar in die Hände. Messerschmitt Werkspilot Hans Fay landet bei einem Überführungsflug am 30.3.1945 auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt und ergibt sich. Die Me 262 wird zu Tests in die USA gebracht - und stürzt im August 1946 ab.

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"Man beachte die Tarnnetze": "Sieben beschädigte Me 262 stehen hintereinander [...] außerhalb der Endmontagehalle 'Stauffen'. Man beachte die Tarnnetze, die hinten gespannt sind. Im Vordergrund führt eine eingleisige Bahnlinie entlang." So liest sich die Beschreibung der US-Soldaten, die diese Maschinen im April 1945 nach eigenen Angaben in Regensburg-Obertraubling entdecken. Die Werksnummer spricht allerdings für einen anderen Ort: "Kuno 1" bei Leipheim.

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Strahlenschrott: Triebwerke der Me 262 im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen im April 1945. Die Strahltriebwerke namens Jumo 004 wurden von der Firma Junkers gebaut.

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Kanonen von Rheinmetall: Bug der Me 262 im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen im April 1945. Die Bugsektion der Me 262 war mit vier Maschinenkanonen "MK 108" der Firma Rheinmetall Borsig ausgestattet.

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Leitwerk: Leitwerke der Me 262, aufgenommen von US-Soldaten im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim im Apri 1945

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Waldwerk: Mit Tarnnetzen geschützte Montagehalle und Taktstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim. Das Werk war eines der ersten seiner Art und befand sich in der Nähe des Fliegerhorstes Leipheim. Dorthin wurden auch die im Wald gefertigten Me 262 geliefert.

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Pose der Sieger: Halle und Fertigungsstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen von US-Soldaten im April 1945. Eine genaue Zuordnung zu bestimmten Waldwerken ist nicht immer möglich, da die Bilder zum Teil erst Jahre später ausgewertet und katalogisiert wurden.

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Inspektion: Taktstraße im Waldwerk "Kuno 1" bei Leipheim, aufgenommen von US-Soldaten der 7. Armee im April 1945

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Leicht gebaut: Montagehalle in Leichtbauweise, vermutlich aufgenommen im Waldwerk bei Leipheim. Im Hintergrund sieht man Tragflächen für die Me 262, im Vordergrund ein Bugelement.

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Me 262 in Dubendorf, Schweiz: Der Fähnrich Hans Mutke flog am 25. April 1945 nach Dubendorf in der Schweiz und landete dort, nachdem sein Treibstoffvorrat erschöpft war. Mutke war nach eigenen Aussagen dem Bombenhagel amerikanischer B-26 Marauders gerade so entkommen und verfolgte sie dann. Die Angaben Mutkes werden kritisch beurteilt, ebenso wie seine Behauptung, er habe ebenfalls 1945 mit der Me 262 die Schallmauer durchbrochen.

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Bomber über Regensburg: Messerschmitt-Werk in Regensburg-Prüfening, aufgenommen von Bord einer US-amerikanischen B-17

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Nach den Bomben: Von der US Air Force getroffenes Messerschmitt-Werk in Regensburg-Prüfening, aufgenommen 1945

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Sondermodell: Eine Nachtjagdversion der Me 262, aufgenommen am 3. Dezember 2006 im War Museum in Johannesburg

Foto: Bernd Otte
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Frontalansicht: Eine Me 262 als Nachtjagdversion im War Museum in Johannesburg, aufgenommen am 3. Dezember 2006

Foto: Bernd Otte
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Triebwerk: Ein Triebwerk vom Typ Jumo 003, das auch für das Militärflugzeug Me 262 genutzt wurde, aufgenommen am 3. Dezember 2006 im War Museum in Johannesburg

Foto: Bernd Otte
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?