Hitlers Mercedes Fahren wie der "Führer"
Hitler-Propaganda: "Der Führer wird von seinen Getreuen begrüßt" - kolorierte Fotopostkarte vom Reichsparteitag in Nürnberg 1933. Mit auf dem Bild: Der obligatorische Mercedes 770 K.
"Der Führer" auf Paradefahrt: Adolf Hitler an Bord eine Mercedes 770 K, am Straßenrand salutieren SA- sowie SS-Truppen und Anhänger des Diktators. Vermutlich handelt es sich bei dem auf dem Bild gezeigten Fahrzeug nicht um das als "Hitler-Auto"-titulierte Modell, das jüngst in einer Sammlung auftauchte. Angeblich besaß Adolf Hitler verschiedene Fahrzeuge dieses Typs - für die größten Deutschen Städte je einen.
Echtheitsbeweis: Autohändler Michael Fröhlich posiert am 23.11.2009 in seinem Geschäft in Düsseldorf mit einem Zertifikat in einem alten Mercedes. Fröhlich hat nach eigenen Angaben im Auftrag eines russischen Interessenten die Mercedes-Limousine von Adolf Hitler gefunden.
Hitlers Paradelimousine: Dieses Foto zeigt einen alten Mercedes, bei dem es sich nach Angaben von Oldtimerhändler Michael Fröhlich um die Mercedes Limousine von Adolf Hitler handeln soll. Fröhlich hat das Auto nach eigenen Angaben im Auftrag eines russischen Interessenten gefunden. Das Fahrzeug stehe bei einem Sammler bei Bielefeld und würde jetzt nach Russland verkauft, so Fröhlich.
Cockpit der "Führer"-Limousine: Laut Aussage von Oldtimerhändler Michael Fröhlich lässt sich der Beifahrersitz dieses Mercedes 770 K hochklappen. Darunter befindet sich eine Stehmulde - darin stand der "Führer" bei Paraden und grüßte die jubelnden Massen.
Triumphzug: Frenetisch bejubeln die Deutschen Adolf Hitler bei einer Parade in Berlin nach dem erfolgreich durchgeführten Frankreichfeldzug im Juli 1940. Das im Bild gezeigte Fahrzeug vom Typ Mercedes 770 soll jetzt in einer Oldtimersammlung eines Bielefelder Sammlers aufgetaucht sein.
Das Paradebeispiel: Adolf Hitler und Benito Mussolini bei einer Parade in Berlin im September 1937. Der Mercedes 770 war Hitlers Paradewagen schlechthin - angeblich hatte der Diktator mehrere Exemplare, die er in den großen deutschen Städten deponiert hatte.
Jubel in Berlin: Adolf Hitler und sein Gefolge bei einer Parade in Berlin. Die Reichsgrößen setzten für solche Anlässe bevorzugt auf die gepanzerten Limousinen vom Typ 770 aus dem Hause Daimler-Benz.
Ankunft Hitlers: Diese Farbaufnahme von der Ankunft Hitlers in Hamburg gelang einem Amateurfotografen. Der Diktator war anlässlich des Stapellaufs des Schlachtschiffs "Bismarck" in die Hansestadt gereist.
Staatscabrio: Der "Große Mercedes", wie er im Volksmund genannt wurde, war in verschiedenen Karosserievarianten erhältlich, hier im Bild das Cabrio. Außerdem konnte der Kunde zwischen zwei Motorvarianten wählen. Im Standardtrimm leistete der 7,6-Liter-Motor 170 PS, mit angeflanschtem Roots-Kompressor kam die Maschine auf immerhin 230 PS. Die Kompressor-Varianten des 770 tragen das Kürzel "K" im Namen.
Gemeinsamer Rundgang: Obwohl er keinen Führerschein besaß, war Adolf Hitler ein großer Autonarr. Anlässlich der Eröffnung der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung am Berliner Kaiserdamm am 15. Februar 1936 ließ sich Hitler einen Rundgang durch die Ausstellung nicht nehmen. Begleitet wurde er vom Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Wilhelm Kissel (l.) und dem NSDAP-Politiker Konstantin von Neurath (r.).
Mercedes-Benz 770: Der Volksmund taufte ihn "den großen Mercedes" - und das nicht ohne Grund. Der Mercedes 770 war der größte PKW, den Daimler-Benz damals baute. Das meist als Staatskarosse genutzte und oft gepanzerte Fahrzeug war bis zu 5400 Kilo schwer, der Kühlergrill hatte eine stattliche Höhe von fast einem Meter. Der Typ 770 war mit verschiedenen Aufbauten erhältlich - hier im Bild ist eine geschlossene Ausführung zu sehen.
Mercedes 770 K in Las Vegas: Hinter Glas stand der im Artikel beschriebene Mercedes 770 K im Januar 1993 in der Oldtimer-Ausstellung im Untergeschoss des Hotels "Imperial Palace" in Las Vegas.
Hitlers Schirmmütze: Neben dem Mercedes 770 K im Hotel "Imperial Palace" in Las Vegas stand im Januar 1993 eine kleine Vitrine, in der angblich die Schirmmütze von Adolf Hitler zu sehen war. Der Begleittext an der Vitrine hieß (ins Deutsche übersetzt) lautete "Dies war die persönliche Mütze von Adolf Hitler." Und auf der unteren Tafel: "Dieser Mercedes wird nicht ausgestellt, um Hitler, das Dritte Reich oder Nazi-Deutschland zu glorifizieren. Bitte nehmen Sie eine Broschüre mit."
770 K: Ein Exemplar des Modells von 1938, Technik-Museum Sinsheim.
Mercedes-Panzerglas: Mit dem Mercedes 770 K im Hotel "Imperial Palace" in Las Vegas wurde 1993 auch eine Panzerglas-Fensterscheibe mit Beschuss-Spuren gezeigt. Der Begleittext an der Scheibe lautet: "Eine Original-Scheibe aus schusssicherem Glas, auf die von der 8. Britischen Armee gefeuert wurde, ersetzt während der Restaurierung."