Schweineschwarte Schnell gepoppt und Fett gestoppt
Kaum zu glauben, dass anderswo Schuhe, Taschen, Busenpolster, Gummibärchen oder Tätowier-Übungsunterlagen daraus hergestellt werden: Wagner-Rezept für "Schweinekrustensalat".
Spielentscheidend für die ernährungsphysiologisch interessanten Nährstoffwerte der späteren Schwarten-Popps ist es, gleich zu Beginn so viel wie möglich von dem Fett auf der Unterseite der Schweinehaut zu entfernen.
Auch beim einstündigen Sieden in Salzwasser verlieren die Schweinerückenschwarten weiteres Fett, das mit dem Kochwasser weggeschüttet wird.
Nach eintägigem Trocknen werden die Schwarten auf einer Aufschnittmaschine in ein Millimeter dünne Streifen geschnitten, die Reste fein gewürfelt. Vor dem Poppen kommt das Material jetzt noch ein paar Stunden in den warmen Backofen oder Dörrautomaten.
So sehen die millimeterdünnen Streifen nach gerade mal zwei Minuten in der Mikrowelle aus - mit fantastischen Werten für Paleo- oder Low-Carb-Diäten: unter drei Prozent Fett, über 30 Prozent Eiweiß.
Der Krautsalat wird zur Abwechslung nicht mit Weiß-, sondern mit dem feineren Spitzkohl zubereitet: wichtig ist es hier, schön gleichmäßig sehr dünne Streifchen abzuschneiden.