Bayern-Verteidiger Badstuber Verletzter Beobachter
Ein Bild mit Symbolwert: Holger Badstuber kann nicht mit seinen Kollegen des FC Bayern trainieren. Stattdessen schaut er den Übungsstunden im Trainingslager am Gardasee von draußen zu. Er ist seinen Mitspielern nahe - und doch meilenweit entfernt.
Im vergangenen Dezember erlitt der Verteidiger im Ligaspiel gegen Dortmund einen Kreuzbandriss im rechten Knie. Im Mai riss das Kreuzband erneut. Mit gerade 24 Jahren fürchtet er um seine Karriere. Am die WM im kommenden Jahr kann er im Moment nicht denken.
Badstuber versucht, optimistisch zu sein. Doch nicht immer gelingt ihm das: "Wenn man sieben Monate verletzt ist, kann man auch mal einen Scheißtag haben. Aber es gab noch keine Phase, in der ich in einem tiefen Loch war." Wenn er wieder spielen kann, glaubt er, wird er mental stärker sein als vor seiner Verletzung. Nur weiß keiner, wann Badstuber auf den Platz zurückkehren kann.
Seine Kollegen unterstützen ihn, so gut sie können. Vor einem Champions-League-Spiel im Dezember stellten sie sich mit Badstubers Trikot zum Foto auf. Doch sie wissen, dass ihre Möglichkeiten begrenzt sind. Arjen Robben sagt: "Ich kann ihm nicht viel weiterhelfen. Am Ende muss er seinen Weg selbst gehen und seine Reha machen."
Und danach? Der neue Bayern-Trainer hat in Boateng, van Buyten, Dante und dem aus Mainz gekommenen Kirchhoff vier gesunde Innenverteidiger zur Verfügung. Badstuber wird es schwer haben, in die Mannschaft zurückzukehren.