Hollywoods Action-Frauen fühlen sich sexualisiert - DER SPIEGEL
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Superheldinnen, sexualisiert "Das ist komplett unfair"

Sexismus in Hollywood - immer wieder spricht sich Schauspielerin Jessica Chastain für mehr Gleichberechtigung in Hollywood aus. Nun hat erklärt, wie die Branche eine "gesündere Perspektive" erlangen könnte.
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Tessa Thompson in der Rolle der Valkyrie in dem Superhelden-Film "Thor: Tag der Entscheidung": Die Darstellerin versucht, nicht dem Klischee von Hollywood zu erliegen, wonach Frauen in Actionfilmen "gleichzeitig sehr stark und kämpferisch sein müssen, aber auch sexy". Das sei ungerecht, sagte sie der "Los Angeles Times".

Foto: Marvel Studios
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Knallharte Typen, "badasses" seien bei den Frauen gefragt – "das ist eine Bezeichnung, die ich in allen Drehbüchern Hollywoods hasse", so die Schauspielerin. Zusammen mit Regisseur Taika Waititi (rechts) wolle sie eine Frauenfigur schaffen, "die ihre eigene Ikonografie besetzt".

Foto: Marvel Studios
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Der Begriff "Badass" habe sich in jedes Drehbuch geschlichen, das ihr unterkomme. "Es ist schrecklich, weil er überhaupt nichts bedeutet." Man habe es einfach mit einer sehr geistlosen Art männlicher Autoren zu tun, die damit wohl sagen wollten: "Ah, uh, sie ist so, sie, uh, sie ist tough. Sie ist ein knallharter Typ, aber sie hat etwas Schönes. Und sie ist sexy. Unbewusst sexy."

Foto: Richard Shotwell / Invision / AP
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Auch Jessica Chastain hat Sexismus in Hollywood stets kritisiert. "Wenn beide Geschlechter zum gleichen Teil vertreten sind, hat man eine gesündere Perspektive", sagt sie. "Als einzige Frau am Set fühlt man sich schon mal als sexuelles Objekt." Außerdem gebe es dann keine Hierarchie. "Dann gibt es niemanden, der sich ausgeschlossen, schikaniert oder gedemütigt fühlt."

Foto: Andy Rain/ dpa
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Die 39-Jährige gab im Film "Zero Dark Thirty" die CIA-Agentin Maya, die Top-Terrorist Osama Bin Laden jagte. Solche Rollen für Frauen gebe es viel zu selten, so Chastain. Für ihre Leistung wurde sie damals für den Oscar nominiert.

Foto: © Carlo Allegri / Reuters
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Chastain findet außerdem, dass weibliche Actionstars in Hollywoodfilmen zu sehr auf ihr Äußeres reduziert werden.

Foto: Danny Moloshok / REUTERS
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"Wenn man sich Filme wie 'Elektra' und 'Aeon Flux' anschaut, dann ist das Problem, dass die Studios die Superfrauen sehr sexualisiert darstellen", sagte Chastain. Die Darstellerinnen würden in ein enges Ganzkörperkostüm gepresst, in ein Catsuit, um ihre Reize zu entfalten. Hier ist Charlize Theron in "Aeon Flux" zu sehen.

Foto: ddp images
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Doch Theron (hier bei der Uno in New York) kann auch anders. In "Mad Max: Fury Road" spielte sie die weibliche Hauptrolle und ließ ...

Foto: Andrew Gombert / dpa
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... als einarmige Truckfahrerin Imperator Furiosa ihren sonst so hart wirkenden Schauspielkollegen Tom Hardy ganz schön niedlich aussehen.

Foto: ddp images/ Capital Pictures
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Für Chastain das Paradebeispiel einer weiblichen Actionheldin: Sigourney Weaver, die mit ihrer Rolle als...

Foto: Shannon Stapleton / REUTERS
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... Ellen Louise Ripley in den "Alien"-Filmen einen Klassiker ablieferte (hier in "Alien 3" aus dem Jahr 1992). "Sie ist eine sehr erotische Frau", sagte Chastain. "Aber sie trägt nicht viel Make-up, sie hat Jeans und T-Shirt an. Was sie sexy macht, sind ihre Fähigkeiten."

Foto: ddp images
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Auch Jennifer Lawrence (hier bei den Oscars 2014) wird von Chastain als positives Beispiel gelobt. Ihre Heldin...

Foto: Adrees Latif / REUTERS
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... Katniss Everdeen in "Die Tribute von Panem" ist eine weibliche Actionheldin ganz nach Chastains Geschmack. "Und auch sie trägt keinen Catsuit", so Chastain. Lawrence gehört ebenfalls zu den Promis, die sich zum "Gender Pay Gap" geäußert haben.

Foto: ddp images/ Studiocanal
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Sandra Bullock, hier beim People's Choice Award 2016, erklärte, sie fühle sich verspottet, wenn man sie auf dem roten Teppich nur nach ihren Klamotten fragen würde.

Foto: Chris Pizzello / AP / dpa
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Sharon Stone beklagte ebenfalls, dass sie viel weniger als ihre Kollegen verdiente.

Foto: Mario Anzuoni / REUTERS
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Chastain war zuletzt an der Seite von Matt Damon in "The Martian" zu sehen. Ihr Film "The Huntsman & The Ice Queen" kommt Anfang April in die Kinos.

Foto: NIKLAS HALLE'N/ AFP
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"Wenn eine weibliche Rolle langweiliger ist als eine männliche, dann bin ich nicht interessiert", so Chastain. Angeblich hat sie ein Angebot für "Iron Man 3" ausgeschlagen, weil sie keine Superheldin spielen sollte, sondern eine Zivilistin.

Foto: Evan Agostini / AP / dpa
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