Holocaust - DER SPIEGEL
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Holocaust Warum die Alliierten Auschwitz nicht bombardierten

US-Präsident Bush hat bei seinem Besuch in Israel eine Frage erneuert, die Historiker und Zeitgenossen bis heute beschäftigt: Warum haben die Alliierten im Zweiten Weltkrieg zwar deutsche Städte, nicht aber das KZ Auschwitz bombardiert? Die Gründe sind vielschichtig.
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Bomben über Birkenau: Ein trügerisches Dokument - diese Luftaufnahme des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vom 13. September 1944 zeigt oben links 500-Pfund-Bomben, die der Erde entgegenfallen; unten am Boden, im Winkel eines Barackenareals am Ende von Bahngleisen, weisen Pfeile auf zwei kleine Punkte. Ihre Beschriftung lautet: "Gas Chambers II & III". Doch der Angriff der Alliierten auf Auschwitz, der hier scheinbar fotografisch dokumentiert ist, ist eine Täuschung: Die Bomben auf dem Bild zielen nicht auf die Todesfabrik der Nazis, sie gelten Industrieanlagen wenige Kilometer weiter. Nur aus Zufall wurden auch SS-Baracken getroffen. Bis Kriegsende griffen die Alliierten nicht ein einziges KZ absichtlich aus der Luft an.

Foto: National Archives/USHMM
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Das Tor zur Hölle: Das Eingangstor des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz

Foto: epa pap Jacek Bednarczy/ dpa
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Gefangene in Auschwitz: Weibliche Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz, die zum Arbeitseinsatz im Reichsgebiet abtransportiert werden

Foto:

DPA

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Die Gleise von Auschwitz: Blick von innen auf das Eingangstor des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Am 17. Januar 1945 begannen die deutschen Nationalsozialisten das Lager zu "evakurieren", am 27 Januar rückten sowjetische Truppen ein und befreiten die verbliebenen Häftlinge. Die Schätzungen der Historiker über die Anzahl der Menschen, die in Auschwitz und bei den Evakuierungsmärschen umkamen oder getötet wurden, schwanken zwischen einer und vier Millionen.

Foto: AP
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Gruppenbild: Eine Gruppe von SS-Offizieren hat sich vor einem Gebäude des SS-Erholungsheims Solahütte versammelt. Der Ort der etwa 30 Kilometer südlich von Auschwitz liegt, war bei den KZ-Aufsehern sehr beliebt. Von links: SS-Hauptsturmführer Josef Kramer, der KZ-Arzt Dr. Josef Mengele, Auschwitz-Lagerkommandant Richard Baer, sein Adjutant Karl Höcker und ein Unbekannter.
Das Bild stammt aus dem privaten Fotoalbum Höckers.

Foto: AP/U.S. Holocaust Memorial Museum
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Die Öfen im Krematorium zur Einäscherung der ermordeten Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz, hergestellt von der Firma Topf&Söhne. Die Leichen mussten beim Verbrennen bewegt werden, daher lieferte Topf&Söhne die Schürhaken gleich mit.

Foto: AP
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Gefangene bei der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945. Etwa 7000 der im Lager Inhaftierten, darunter 600 Kinder, waren zu diesem Zeitpunkt noch am Leben.

Foto: REUTERS
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Auschwitz-Kommandant Baer: SS-Offiziere versammeln sich zur Einweihungsfeier eines neuen Lazaretts im KZ Auschwitz. In der Mitte des Bildes zu sehen ist der Lagerkommandant Richard Baer. Dessen Adjutant, Karl Höcker, hatte das Bild in seinem Fotoalbum aufbewahrt.

Foto: U.S. Holocaust Memorial Museum
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KZ Auschwitz: Außensicherung des KZ Auschwitz I - heute friedlich mit grünem Gras und hochgewachsenen Bäumen

Foto: Andreas Heinze
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Selektionsrampe Auschwitz-Birkenau: Selektionsrampe Birkenau in Sichtrichtung der Gaskammern. Heute mit Gras bewachsen, aber ein schrecklicher Ort, der grauenhafte Emotionen entstehen lässt.

Foto: Andreas Heinze
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Tor des Vernichtungslagers: Das Tor des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau aus der Perspektive bei Einfahrt in das Lager

Foto: Andreas Heinze
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Reste der gesprengten Gaskammern: Die Reste der von den Nazis als letzte Verzweiflungstat vor der Befreiung durch die Rote Armee im Januar 1945 gesprengten Gaskammern in Birkenau

Foto: Andreas Heinze
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?