Holocaust Warum die Alliierten Auschwitz nicht bombardierten
Bomben über Birkenau: Ein trügerisches Dokument - diese Luftaufnahme des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vom 13. September 1944 zeigt oben links 500-Pfund-Bomben, die der Erde entgegenfallen; unten am Boden, im Winkel eines Barackenareals am Ende von Bahngleisen, weisen Pfeile auf zwei kleine Punkte. Ihre Beschriftung lautet: "Gas Chambers II & III". Doch der Angriff der Alliierten auf Auschwitz, der hier scheinbar fotografisch dokumentiert ist, ist eine Täuschung: Die Bomben auf dem Bild zielen nicht auf die Todesfabrik der Nazis, sie gelten Industrieanlagen wenige Kilometer weiter. Nur aus Zufall wurden auch SS-Baracken getroffen. Bis Kriegsende griffen die Alliierten nicht ein einziges KZ absichtlich aus der Luft an.
Das Tor zur Hölle: Das Eingangstor des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz
Gefangene in Auschwitz: Weibliche Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz, die zum Arbeitseinsatz im Reichsgebiet abtransportiert werden
DPA
Die Gleise von Auschwitz: Blick von innen auf das Eingangstor des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Am 17. Januar 1945 begannen die deutschen Nationalsozialisten das Lager zu "evakurieren", am 27 Januar rückten sowjetische Truppen ein und befreiten die verbliebenen Häftlinge. Die Schätzungen der Historiker über die Anzahl der Menschen, die in Auschwitz und bei den Evakuierungsmärschen umkamen oder getötet wurden, schwanken zwischen einer und vier Millionen.
Gruppenbild: Eine Gruppe von SS-Offizieren hat sich vor einem Gebäude des SS-Erholungsheims Solahütte versammelt. Der Ort der etwa 30 Kilometer südlich von Auschwitz liegt, war bei den KZ-Aufsehern sehr beliebt. Von links: SS-Hauptsturmführer Josef Kramer, der KZ-Arzt Dr. Josef Mengele, Auschwitz-Lagerkommandant Richard Baer, sein Adjutant Karl Höcker und ein Unbekannter.
Das Bild stammt aus dem privaten Fotoalbum Höckers.
Die Öfen im Krematorium zur Einäscherung der ermordeten Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz, hergestellt von der Firma Topf&Söhne. Die Leichen mussten beim Verbrennen bewegt werden, daher lieferte Topf&Söhne die Schürhaken gleich mit.
Gefangene bei der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945. Etwa 7000 der im Lager Inhaftierten, darunter 600 Kinder, waren zu diesem Zeitpunkt noch am Leben.
Auschwitz-Kommandant Baer: SS-Offiziere versammeln sich zur Einweihungsfeier eines neuen Lazaretts im KZ Auschwitz. In der Mitte des Bildes zu sehen ist der Lagerkommandant Richard Baer. Dessen Adjutant, Karl Höcker, hatte das Bild in seinem Fotoalbum aufbewahrt.
KZ Auschwitz: Außensicherung des KZ Auschwitz I - heute friedlich mit grünem Gras und hochgewachsenen Bäumen
Selektionsrampe Auschwitz-Birkenau: Selektionsrampe Birkenau in Sichtrichtung der Gaskammern. Heute mit Gras bewachsen, aber ein schrecklicher Ort, der grauenhafte Emotionen entstehen lässt.
Tor des Vernichtungslagers: Das Tor des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau aus der Perspektive bei Einfahrt in das Lager
Reste der gesprengten Gaskammern: Die Reste der von den Nazis als letzte Verzweiflungstat vor der Befreiung durch die Rote Armee im Januar 1945 gesprengten Gaskammern in Birkenau