Holocaust-Schicksal "Ich allein war übrig"
Lucille Eichengreen: 1925 kam sie unter dem Namen Cecilie Landau in Hamburg zur Welt. Als einziges Mitglied ihrer aus Polen stammenden Familie überlebte sie die Judenvernichtung in Deutschland.
Kinderarbeit: Kinder in der Mützenwerkstatt im Ghetto Litzmannstadt in Lodz um 1942. Die Arbeitskraft der Ghetto-Bewohner wurde in diversen Produktionsstätten ausgebeutet, die deutsche Firmen und die Wehrmacht belieferten.
Mordechai Chaim Rumkowski: Der umstrittene Judenälteste hält um 1942 eine Rede. Rumkowski verfolgte eine Strategie der Kooperation mit den deutschen Behörden, um möglichst vielen Ghetto-Insassen überlebensnotwendige Arbeit zu verschaffen. Auf sein Geheiß hielt von Januar 1941 bis Juli 1944 eine mehrköpfige Redaktion in täglichen Einträgen fest, was sich im Ghetto ereignet.
Vor der Abfahrt: Eine der zahllosen Deportationen des Jahres 1942, die in das Vernichtungslager Kulmhof führten. Rund 45.000 Menschen starben im Ghetto selbst, andere wurden in verschiedenen Vernichtungslagern ermordet.
Deportation 1942: Menschen im Ghetto Litzmannstadt kurz vor ihrem Abtransport. In Lodz zwängten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1944 rund 200.000 Juden auf engstem Raum zusammen.
Im Ghetto: Kinder spielen Feuerwehr vor dem Feuerwehrfahrzeug der jüdischen Verwaltung. Aufnahme ca. 1942-43.
Hochzeit im Getto: Nach der Deportation der Rabbiner segnete Rumkowski die Hochzeitspaare - eine ungewöhnliche Zeremonie. Aufnahme um 1943.
Küche Nr. 323: Eine der Küchen im Ghetto 1943, in denen die Arbeitenden notdürftig ernährt wurden. Die Lebensmittel waren knapp, die Ghetto-Bewohner wurden systematisch ausgehungert.
Ghetto Litzmannstadt: Auch Abfälle wurden im Ghetto industriell verwertet
Spielende Kinder: Zwei Jungen posieren 1943 im Ghetto Litzmannstadt als Ordnungsdienst - Unterdrückungssystem als Kinderspiel
Zwangsarbeit: Hier im Schuhmacher-Ressort des Ghettos. Aufnahme um 1943.
Mantel aus dem Ghetto: Das Ghetto Litzmannstadt produzierte nicht nur im großen Stile für die Wehrmacht, sondern auch für Privatbetriebe
Deportation 1944: Eine Gruppe Menschen vor der Abfahrt. Um Unruhen zu vermeiden, hieß es damals, die Abtransportierten würden zu Arbeitseinsätzen in den Osten gebracht.
Kinderkolonie: Eine Gruppe Kinder spielt ca. 1941 in der Kinderkolonie im Ghetto Litzmannstadt in Lodz
Aufnahme des Seniorenheims im Ghetto Litzmannstadt 1941
Im Krankenhaus: Fast immer der Vorraum zum Tode - Blick in eines der Krankenhäuser im Ghetto ca. 1942. Die täglichen Todesfälle wurden in die Ghetto-Chronik aufgenommen.
Das Ghetto in Lodz: Eine der Fußgängerbrücken, die Teile des Ghettos Litzmannstadt über die Straßenbahnlinien hinweg verbanden. Aufnahme ca. 1941. Das Leben außerhalb der Mauern war für die Ghetto-Bewohner greifbar nahe, aber doch unerreichbar.