Holzanalyse: Grillen ohne Tropenholz - DER SPIEGEL
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Holzanalyse Grillen ohne Tropenholz

Ist eine Grillkohle ökologisch unbedenklich - oder wurden für ihre Herstellung Tropenbäume abgeholzt? Ein neues Verfahren deutscher Forscher liefert schnell Antworten - mit teils unangenehmen Ergebnissen.
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Grillen im Freien: Gerade jetzt im Sommer rauchen landauf, landab die Grills. Damit das klappt, braucht es jede Menge Brennstoff - und der kommt zu rund 90 Prozent aus dem Ausland. Wissenschaftler vom Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte in Hamburg haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Tropenholz in Holzkohle finden lässt.

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
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Urwald in Kamerun: Beim Thünen-Institut kennt man sich aus mit Holz. In den Schränken des Instituts lagern 50.000 Vergleichspräparate von 12.500 verschiedenen Arten, die wiederum zu 2500 Pflanzengattungen gehören. Bei der Herkunftsanalyse unter dem Mikroskop arbeiten die Experten einen Katalog von bis zu 100 charakteristischen Strukturmerkmalen ab.

Foto: DB Ulrike Koltermann/ dpa
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Thünen-Forscher Sergej Kaschuro beim Untersuchen einer Probe: Zum Einsatz kommt ein Auflichtmikroskop. Die Probe wird dabei von oben mit polarisiertem Licht beleuchtet. Fokussiert und fotografiert wird jeweils nur ein kleiner Teil der unregelmäßigen Oberfläche der Holzkohle. Im Computer werden die Einzelbilder dann zusammengesetzt.

Foto: Christina Waitkus/ Thünen-Institut
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In den Holzproben schauen die Forscher danach, wie drei verschiedene Gewebetypen aufgebaut und verteilt sind: Gefäße, Speicherzellen und Fasern. Dieses Bild zeigt Holzkohle aus Eschenholz.

Foto: Thünen-Institut
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Hier ist Holzkohle aus einem Tropenholz (aus der Familie der Sapotaceae) zu sehen. Bei Tropenhölzern gibt es keine Jahresringe, weil diese wegen der hohen Temperaturen ganzjährig wachsen. Auch sind die Speicherzellen anders ausgebildet, weil der Stoffwechsel der Pflanze permanent läuft.

Foto: Thünen-Institut
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