Werkzeug aus Holzresten Das ist der Hammer
Ein Stück Rundholz, ein trapezförmig gesägtes Stück Zaunpfosten, ein paar Schrauben: Dieser grobschlächtige Holzhammer Marke Eigenbau erwies sich als etwas klobig - und ist zudem nicht besonders schön anzusehen. Es entstand der Wunsch, ein zweites Modell zu bauen.
Das Rohmaterial: Wieder ein Reststück Pfosten und ein Stück Rundholz.
Der Hammer sollte einen zylinderförmigen Kopf bekommen. In Ermangelung einer Drehmaschine musste diese Form aus dem Pfosten gesägt, gefeilt und geschliffen werden. Der erste Schritt: Anzeichnen auf beiden Seiten mit dem Deckel eines Marmeladeglases.
So weit es ging, wurden die Ecken abgesägt.
Der Hammerkopf nach grober Bearbeitung mit der Feile. Letzte Reste der weißen Farbe sind noch vorhanden.
Nach dem Schleifen: Weit entfernt von einem perfekten Zylinder, aber schon deutlich besser.
Die Messung des Rundholzes, das zum Hammergriff werden sollte, ergab einen Durchmesser von 2,8 Zentimetern. Aus zwei Gründen wurde auf ein etwas schmaleres Stück eines Besenstiels umgeschwenkt: Zum einen war dafür ein passender Bohrer in der Werkstatt vorhanden. Zum anderen sollte ein Griffvergleich mit dem alten Holzhammer möglich werden.
Die Suche nach dem Bohrpunkt: Die Ermittlung des Mittelpunktes brauchte eine gewisse Zeit - vor allem, weil ein Fehler an dieser Stelle kaum mehr zu korrigieren sein würde.
Der erste Test: Der Griff passt ins das Loch.
Vor der Verleimung im Loch wurde am Ende des Griffs eine Kerbe eingefügt.
In diese Kerbe wiederum wurde auf der Oberseite des Hammers ein Keil aus Eiche eingeschlagen. Das sollte die Verbindung von Griff und Kopf zusätzlich stabilisieren.
Das vorläufige Ergebnis: Das überschüssige Keilmaterial ist abgetragen.
Die Nahaufnahme: Nach dem ersten Schliff zeigt sich, dass Bohrung und Dicke des Griffholzes gut zueinander passen - und der Keil fest sitzt.
Der letzte Schritt: Der Kopf erwies sich bei ersten Versuchen als zu schwer. Auf beiden Seiten wurde gleichmäßig scheibchenweise Material abgesägt. Dieser Schritt ließe sich bei Bedarf wiederholen. Ob das notwendig wird, muss die Erfahrung bei der Benutzung des Hammers zeigen.
Der Vergleich: Zumindest optisch ist Hammer Nummer zwei besser gelungen. Ob sich der etwas dünnere Griff bewährt, muss sich in der Praxis zeigen. Bei ersten Schlagversuchen lag er gut in der Hand.