Holzkiste - so gelingt der Bau - DER SPIEGEL
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Basteln mit Holz Projekt Kiste - der Zusammenbau

Der Heimwerker möchte mithilfe eines Profis eine Kiste bauen - und dabei möglichst viel über das Basteln mit Holz lernen. Dritter Schritt: Sechs Einzelteile werden zur fertigen Kiste zusammengeleimt.
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Für den Bau einer Kiste sind alle Teile vorbereitet, nun kann der Zusammenbau beginnen. Es sollen zunächst jeweils zwei der vier Seitenteile zu einem "L" zusammengeleimt werden. Als Erstes ist die Ecke dran, deren Teile auf Gehrung gesägt wurden. Auf der Außenseite werden sie bündig mit Klebeband fixiert. Tipp vom Profi: nicht zu wenig nehmen, sonst verrutscht alles.

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Auf der Innenseite kommt Leim an die Schnittflächen.

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Mit einem langen Stück Klebeband werden die beiden Teile auf Spannung gebracht. Die Schnittflächen sind nun eng aneinander gepresst, der Leim kann gut anziehen.

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Ganz wichtig: kontrollieren, ob die Ecke auch mit Klebeband-Fixierung immer noch rechtwinklig ist.

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Im Fall unserer Kiste liegt diagonal gegenüber der auf Gehrung gesägten Ecke diejenige mit der Flachdübel-Verbindung. Sie wird als Nächstes geleimt: Leim in die Vertiefungen und auf die Dübel.

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In diesem Fall werden Schnellspannzwingen benutzt, um die Bretter aneinander zu pressen, bis der Leim getrocknet ist.

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Bevor beide zusammengeleimten "L"-Stücke zum Rahmen der Kiste zusammengefügt werden können, muss der Boden rein - später geht das nicht mehr. Mithilfe eines Holzhammers und eines Stücks Abfallholz lässt sich das Sperrholz in die vorgefrästen Nuten drücken. Um die Sache etwas einfacher zu machen, wurden die Kanten des Sperrholzes leicht abgeschliffen. So ließen sich Splitterungen vermeiden und der Boden war leichter einzufügen.

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Der Boden ist eingefügt. Jetzt können die beiden verbleibenden Ecken verleimt werden - die mit den Zinken und die mit Nut und Feder.

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Man sollte mit dem Leim nicht allzu sparsam umgehen. Aber zu viel ist auch nichts - der Überschuss quillt ohnehin nur aus den Fugen.

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Das Mittelteil wird eingefügt: Die Federn links und rechts werden einfach in die vorgefrästen Nuten geschoben.

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Um der Konstruktion mehr Stabilität zu verleihen, werden zwei Löcher von unten in den Boden gebohrt - er wird anschließend mit dem Mittelteil verschraubt. Es sind die einzigen Schrauben, die für den Bau der Kiste benutzt wurden. Wenn die Kiste auf dem Boden steht, sind sie nicht zu sehen.

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Alles ist am Platz: Jetzt muss nur noch der Leim trocknen.

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Das Ergebnis: ein hübsches Kistchen, in jedem Fall ein Unikat.

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Dass der Kistenbau kein Reinfall wurde, ist Stephan Schapmann zu verdanken. Der gelernte Tischler und Diplom-Holzwirt betreute das Projekt. Danke dafür!

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Die Kiste im heimischen Bastelschuppen: Eingeölt sieht das gute Stück gleich noch mal besser aus.

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Das Ergebnis im Detail: die auf Gehrung gesägte Ecke.

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Die Ecke mit Nut-Verbindung.

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Die Ecke mit den Zinken.

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Der Überblick: Die Ecke mit den Zinken ist auf diesem Bild oben links, die Ecke mit Flachdübel-Verbindung unten links. Ursprünglich war geplant, das Mittelteil längs einzusetzen. Aber die Fächer wären dann sehr schmal geworden.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?