Honduras Ein Date mit dem Riffhai
Roatan: Sergio Tritto macht sich bereit für den Tauchgang zu den Haien. Wichtig bei der Fütterung ist der Stahlschutz unter den Handschuhen, auch wenn die Fische sich an das Prozedere gewöhnt haben.
Karibische Riffhaie gehören zu den Requiemhaien. Sie können bis zu drei Meter groß werden, haben massige Körper und eine stumpfe Schnauze.
Die Riffe vor Roatan gehören zu den schönsten der Karibik. Allerdings hat kaum ein Taucher dafür einen Blick übrig, sobald die Haie kommen.
Unfälle mit Menschen sind zwar bekannt, generell jedoch werden Riffhaie als nicht gefährlich eingestuft. Alle Individuen, die man bei der Haifütterung vor Roatan sieht, sind weiblich.
Sergio Tritto legt viel Wert auf den richtigen Umgang mit den Tieren.
"Wichtig ist mir, dass die Taucher unter Wasser sich nicht falsch verhalten", sagt der 54-jährige Tauchguide, "dann ist die ganze Sache auch sicher."
Sobald der kleine Eimer zu Boden sinkt (Bildmitte), kommt Leben in die Gruppe. 20 Sekunden tobt der Kampf um wenige Fischabfälle, dann kehrt wieder Ruhe ein.
Wenn die Haie sich wieder im Blau des Ozeans verloren haben, bleibt den Tauchern noch ein wenig Zeit für die zwar nicht so spektakulären, aber sehr viel bunteren Bewohner der karibischen Gewässer.
Roatan gehört zu den sogenannten Islas de la Bahias. Das Urlaubsparadies liegt rund 65 Kilometer vor der Küste Honduras.
Die meisten Taucher zieht es nach dem Haitauchgang zurück an den Strand, ein "I survived the shark dive"-T-Shirt im Gepäck.
Manch ein Honduras-Tourist findet die weiten Strände von Roatan durchaus attraktiver als die Unterwasserwelt mit Haien - vielleicht gerade wegen der Haie?