"A Cure for Wellness" Viel Wasser, viel Wahnsinn
Szenerie aus "A Cure For Wellness": Irgendwo in den Alpen hat sich Wall-Street-CEO Pembroke versteckt und schickt aus einem geheimnisvollen Sanatorium antikapitalistische Nachrichten an sein Unternehmen in New York.
Der junge Angestellte Lockhart (Dane DeHaan) soll den scheinbar schwer verwirrten Pembroke zurückholen. Lange genug zumindest, bis die Unterschrift unter einen Fusionsvertrag gesetzt ist und sich jemandem die Verantwortung für einen illegalen Buchungstrick von Lockhart unterschieben lässt.
Doch das Sanatorium fasziniert auch Lockhart: Es zeigt sich als eine eigentümlich vormoderne Welt, in der alte, faltige Körper im Bademantel über den manikürten Hofrasen spazieren, sich in metallenen Riesentanks irgendwelchen Behandlungen unterziehen und junge Frauen auf den Burgzinnen balancieren.
Lockhart kämpft gegen den Mythos des Ortes an und will fort, doch ein krachender Autounfall, führt ihn, diesmal als Patienten, wieder zurück.
Der arme Lockhart weiß bald nicht mehr, ob er seinen Sinnen noch trauen kann, und unter alledem brodelt die düstere Historie des Sanatoriums, eine Geschichte von Adel und Inzest, von Menschenversuchen und der grausamen Rache der Dorfbewohner.
Versteckt Oberarzt Volmer (Jason Isaacs) ein düsteres Verlangen in seiner athletischen, zupackend freundlichen Erscheinung?
Womöglich weiß ja die Langzeitpatientin Hannah (Mia Goth), eine ätherische Kindfrau, mehr über diese Vergangenheit?
Wie für alle anderen Patienten scheint auch für Lockhart bald zu gelten: Aus dem Sanatorium gibt es kein Entrinnen - und in welche Realität auch?