Härtetest im Sterne-Hotel Undercover im Urlaubsparadies
Durchgefallen: Den Zahnputzbecher hinterließ die Hoteltesterin morgens extra schmutzig. Abends war er es immer noch. Das Beweisfoto ist für ihren Auftraggeber.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Diese Anlage sammelte bei der Hoteltesterin vor allem wegen der großzügigen Pool-Landschaft Pluspunkte.
Erst auf den zweiten Blick fällt das Notizbüchlein im Rätselheft der Hoteltesterin auf. Ein wichtiger Teil des Jobs ist es, die Arbeit nach Urlaub aussehen zu lassen.
Zimmer mit Meerblick: In diesem Hotel hat die Testerin bekommen, was sie gebucht hat. Das ist nicht immer so.
Claudia Reuter (Name geändert) hat einen Blick für Details: Die Art, wie die Kleiderbügel in diesem Hotel hängen, zeigt, dass die Zimmermädchen nach einem Standard arbeiten.
Luxushotel auf der italienischen Insel Ischia: "Niemand ist perfekt, auch kein Hotel ist perfekt", sagt die Testerin.
Jedes kleinste Detail im Zimmer wird genau unter die Lupe genommen. Wenn die Testerin morgens ein Haar auf den Boden legt oder ein Stück Abfall auf dem Schrank liegen lässt, erwartet sie, dass das bis zum Nachmittag entfernt wird.
So ein Empfang gäbe wohl Pluspunkte: In einem Notizbuch vermerkt die Testerin ihre Eindrücke von Zimmern und Außenbereich.
Hotel auf Mallorca: 3000 Euro kostet es den Betreiber, seinen eigenen Betrieb einem Undercover-Test zu unterziehen.
Manchmal wisse ein Gast gar nicht, warum er eigentlich so unzufrieden ist mit einem Hotel, sagt Reuter. Benennen könnte er die störenden Details vermutlich nicht - was aber nicht heißt, dass er sie nicht wahrnimmt.