"HTV 2" Panne beendet Hyperschall-Testflug
"Minotaur IV"-Rakete startet von der Vandenberg Airforce Base: Zum vierten Mal innerhalb eines guten Jahres hat die US-Armee einen Hyperschall-Flugkörper gestartet. Es geht darum, Flugmanöver bei Geschwindigkeiten von vielen tausend Kilometern pro Stunde zu testen. Zu Beginn dieses Tests lief alles glatt - die Hyperschalldrohne "HTV 2" wurde mit Hilfe der Rakete in den erdnahen Weltraum gebracht.
"HTV 2" löst sich von der Rakete (grafische Darstellung): Die Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums, die Darpa, teilte wenige Minuten nach dem Abheben mit, der Flugkörper habe sich ordnungsgemäß von der Rakete getrennt.
"HTV 2" im Flug (grafische Darstellung): Für kurze Zeit donnerte der Hyperschall-Flugkörper über den Pazifik. Wenige Minuten darauf musste die Darpa aber eingestehen, dass die Überwachungssysteme den Kontakt zu "HTV 2" verloren haben. Die Drohne stürzte wahrscheinlich entlang ihrer Flugroute in den Pazifik.
"Minotaur 4"-Rakete vor dem Start: Bei einem ersten Flugtest im vergangenen Jahr hatten die Bodenstationen neun Minuten lang den Kontakt zum Flugkörper aufrechterhalten können. Dann war das Gerät vorzeitig abgestürzt. Die Militärs erklärten jedoch, sie hätten während des Flugs viele wichtige Daten sammeln können.
Illustration der X-51A "WaveRider": Der Hyperschallflieger donnerte im Mai mit Mach 5 über den Pazifik.
"X-51A" vorm Flugtest: Ein zweiter Test der X-51A schlug in diesem Juni rundheraus fehl. Das Scramjet-Triebwerk sprang gar nicht erst an. Die X-51 flog mit verminderter Kraft weiter und ging innerhalb des Testbereichs im Pazifik nieder.