Das Dreikamera-Smartphone Huawei P20 Pro im Test
Huaweis P20 Pro: Der chinesische Hersteller lässt sich für das eine oder andere Detail von anderen erfolgreichen Smartphones inspirieren. Insgesamt jedoch ist das neue Edel-Smartphone ein sehr eigenständiges Produkt geworden.
Abgeguckt wirkt allerdings die von Huawei "Einschnitt" genannte Aussparung oberhalb des Bildschirms. Apple wurde für einen solchen "Notch" im iPhone X heftig kritisiert, nun wird das Merkmal von vielen Firmen kopiert.
Im Unterschied zum Apple-Smartphone ist der Einschnitt des P20 Pro allerdings kleiner. Huaweis Ingenieure haben dort einfach nicht so viele Sensoren eingebaut, wie die von Apple.
Über den Menüpunkt Einschnitt in den Einstellungen, kann man den Notch bei Huawei tarnen, indem man ihn einfach immer schwarz anzeigen lässt.
Die Verarbeitung des Geräts macht einen guten Eindruck. An ein paar Stellen findet man feine Details wie diese rote Markierung auf der Einschalttaste.
Auch technisch hat das P20 Pro ein paar nette Extras zu bieten, etwa diesen Infrarotsender. Mithilfe einer mitgelieferten App lassen sich damit beispielsweise Fernseher fernsteuern.
Das würde man sich in jedem Smartphone wünschen: Das P20 Pro hat zwei Sim-Steckplätze. So kann man beispielsweise die berufliche und die private Sim oder Inlands- und Auslands-Sim im selben Gerät nutzen.
Fürs Ladegerät und die PC-Verbindung ist eine USB-C-Buchse vorgesehen.
Weil Huawei keine Kopfhörerbuchse mehr einbaut, wird ein passendes USB-Headset mitgeliefert. Alternativ bieten sich Bluetooth-Kopfhörer an.
Wer auf seinen alten Kabel-Kopfhörer nicht verzichten will, muss den mitgelieferten Adapter nutzen.
Neben der schwarzen und der dunkelblauen Variante ist diese Twilight genannte Dualcolor-Farbgebung ein besonderer Hingucker.
Eine Besonderheit, die manche Android-Fans freuen wird: Das P20 Pro verfügt über einen "Dark Mode", in dem Menüs und Dialogboxen mit schwarzem Hintergrund angezeigt werden.
Oberflächenfarben dunkler stellen heißt die entsprechende Option, die man möglicherweise nicht in den Akku-Einstellungen vermuten würde. Dort ist sie untergebracht, weil ein dunkler Bildschirm helfen soll, Energie zu sparen.
Vorbildlich: Auch einen Virenscanner hat Huawei in das System des P20 Pro integriert. Ab Werk ist dessen Virenbibliothek allerdings auf Manuelle Aktualisierung eingestellt. Um die Automatik zu aktivieren, muss man die App Telefonmanager starten, dort auf Virenscan tippen und dann wiederum auf das Optionssymbol, oben rechts. Ziemlich umständlich.
Gar nicht umständlich ist dagegen die Triple-Kamera des P20 Pro. Die Hauptkamera hat eine Auflösung von 40 Megapixeln, darunter ist eine Schwarz-Weiß-Kamera mit 20 Megapixel angebracht. Wiederum darunter sitzt das Teleobjektiv mit 8 Megapixeln.
Die Kamera-App arbeitet intensiv mit der künstlichen Intelligenz des Huawei-Prozessors. Sie versucht beispielsweise, das Motiv zu erkennen. Mal gelingt ihr das, mal liegt sie daneben.
Beeindruckend ist das Zoom-Vermögen der Kameras. Diese Aufnahme wurde ohne Zoom aufgenommen.
Hier ist dieselbe Szene zur selben Zeit mit dem Dreifach-Zoom zu sehen: eine rein optische Vergrößerung.
Erstaunlich gut gelingt dem Huawei-Handy aber der Fünffach-Zoom. Er holt entfernte Objekte nochmal näher heran und kombiniert die Daten der Kameras mit einer Vergrößerung per Software.
Diese Aufnahme wurde nachts gegen 22.30 Uhr aus freier Hand im sogenannten Nachtmodus des P20 Pro fotografiert. Die Belichtungszeit bei Blende F/1,8 und ISO 800 betrug 4 Sekunden.
Manchmal aber hilft es auch, einfach nah ans Motiv heranzugehen, um nette Schnappschüsse mit der Kamera des P20 Pro zu schießen.