Hürdenlauf Ein Sturz, ein Kuss, ein Drama
Ungläubiger Blick: Der chinesische Hürdenläufer Liu Xiang konnte es nicht fassen. Bereits nach der ersten Hürde war für den Olympiasieger von 2004 Schluss.
Liu blieb an dem Hindernis hängen und geriet ins Straucheln.
Er landete auf der Tartanbahn und schlug der Länge nach hin.
Mit entsetztem Blick guckte er den anderen Athleten hinterher - und rieb sich die ohnehin angeschlagene Achillessehne.
Nachdem der erste Schock verdaut war, humpelte Liu neben der Strecke Richtung Ziellinie.
Tragisch: Liu wollte Gold holen, stattdessen sorgte er für eines der bisher traurigsten Bilder der Sommerspiele.
Er hielt noch kurz inne, um eine Hürde zu küssen.
Von seinen Konkurrenten Andrew Turner und Jackson Quinonez wurde er dann gestützt und zu einem Rollstuhl getragen.
Bereits bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking war für Liu im Vorlauf Schluss - damals behinderte ihn eine Verletzung an der Achillessehne.