Human Brain Project - DER SPIEGEL
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Human Brain Project Das simulierte Gehirn

Wo einst Atome gespaltet wurden, wollen Forscher nun das menschliche Gehirn am Computer nachbauen. Dank üppiger EU-Förderung können die Jülicher Wissenschaftler langfristig planen. Doch die Kritik am ambitionieren Milliardenprojekt reißt nicht ab.
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Simulation des Gehirns (grafische Darstellung): Reverse Engineering umschreibt das Human Brain Project wohl am besten. Ein virtuelles Modell des Gehirns soll immer weiter verbessert werden, bis es sich so verhält, wie das Gehirn.

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Hirnforscher Henry Markram: "Das ist eine der drei großen Herausforderungen der Menschheit. Wir müssen die Erde verstehen, den Weltraum - und das Gehirn. Wir müssen verstehen, was uns menschlich macht."

Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERS
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Supercomputer Juqueen in Jülich: "Man könnte damit ein sehr primitives Modell eines Rattengehirns simulieren", sagt Thomas Lippert.

Foto: Forschungszentrum Juelich, UK
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Mysterium Gehirn (grafische Darstellung): Die Erwartungen sind hoch - aber nach wie vor steht das Human Brain Project heftig in der Kritik. "Ich halte es in absehbarer Zeit für unmöglich, auch nur annähernd die Wechselwirkungen von Milliarden von Neuronen untereinander realistisch zu simulieren", sagt beispielsweise Christian Steinhäuser von der Universität Bonn.

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Aufbau des Supercomputers Juqueen: Der Großrechner hat fast 470.000 Prozessorkerne und bietet insgesamt 450 Terabyte Speicherplatz.

Foto: Forschungszentrum Juelich
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Supercomputing-Expterte Lippert: "Ich wüsste nicht, wie wir ansonsten vorgehen sollten, um das Gehirn endlich verstehen zu können."

Foto: Forschungszentrum Juelich, UK
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Hirnscan-Aufnahmen: Sämtliche Nervenzellen mit Sensoren zu bestücken, ist unmöglich. Daher fehlt Forschern ein detaillliertes Bild der Abläufe im Gehirn.

Foto: Forschungszentrum Juelich
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Jülicher Hirnforscherin Katrin Amunts: "Ein solches Großprojekt hat den Vorteil, dass es Kontinuität über einen längeren Zeitraum bietet."

Foto: Forschungszentrum Juelich
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