Humboldtkalmar Der feuerrote Jäger
Flosse plus Düse: Dank der kräftigen Flosse ist Dosidicus gigas ein ausdauernder Schwimmer. Im Spurt schaltet er zusätzlich auf Düsenantrieb: Er presst blitzschnell Wasser aus seiner Mantelhöhle
Zehnarmiger Bandit: Die Fangarme des Humboldtkalmars sind mit mehr als tausend Saugnäpfen bewehrt; jeder davon ist mit messerscharfen Chitinzähnen bestückt. Taucher brauchen Schutzkleidung, sonst drohen gefährliche Verletzungen
Color-Kontrolle: Wie viele Kopffüßer kann auch der Humboldtkalmar die Farbe seiner Haut gezielt steuern. In entspanntem Zustand ist er braunrot, wenn er sich aufregt, "blinkt" er abwechselnd rot und weiß
Riesenvielfraß: In den USA nennen sie den roten Teufel "Jumbo Squid". Er wächst in nur zwei Jahren von einer wenige Milligramm schweren Larve zum zentnerschweren Allesfresser - der auch seine eigenen Artgenossen nicht verschmäht
Kolosskalmar: 450 Kilogramm schwer, rund zehn Meter lang - das Tier von der Art Mesonychoteuthis hamiltoni fingen neuseeländische Fischer im Rossmeer vor der Antarktis
Beifang: Eigentlich wollten die Fischer mit Langleinen Seehechte fangen. Doch aus der Tiefe zogen sie auch einen Kolosskalmar empor. Er lebte noch, als er an die Oberfläche kam und knabberte an einem Fisch, der an der Leine hing
Museumsstück (2006): Mit 8,62 Metern ist "Archie" einer der größten Kalmare, die jemals in einem Stück gefangen wurden. Im Frühjahr 2006 kam der Meeresriese, der seinen Spitznamen seiner lateinischen Bezeichnung Architeuthis dux verdankt, ins Londoner Natural History Museum - gut konserviert in einem gläsernen Tank
Forscher als Fänger (2005): Tsunemi Kubodera, Zoologe des Nationalen Zoologischen Museums in Tokio, präsentiert einen in Formalin eingelegten Riesentintenfisch. Der japanische Wissenschaftler sucht seit Jahren nach Tieren, die Menschen früher nur aus Geschichten über Tiefseemonster kannten
Trophäe: Forscher Kubodera mit dem gefangenen Riesentintenfisch, der rund dreieinhalb Meter lang und 50 Kilogramm schwer war
"Tiefseemonster" an der Angel: Erstmals haben Forscher im Dezember 2006 einen lebendigen Riesentintenfisch gefangen und dabei gefilmt. Die Aufnahmen stammen aus dem Nordpazifik, etwa 1000 Kilometer südlich von Tokio
Riese aus der Tiefe: Der Riesenkalmar ging rund 640 Meter unter der Wasseroberfläche an den Haken
Toter Koloss: Im September 2003 wurden drei Architeuthis dux an der Küste Nordspaniens angespült. Dieses Exemplar wog rund 85 Kilogramm und maß zehn Meter